Elfriede Jelinek: Nobelpreisträgerin "Unter Tieren"
„Weil ich das Menschliche meide, wo ich kann, es ausrotte, wo ich es finde“. Nun hat Elfride Jelinek wahr gemacht, was sie einst selbstironisch und provokant über ihre Arbeit sagte. Es gibt keine Menschen mehr, wir sind „Unter Tieren“. Ist das das letzte Werk der Nobelpreisträgerin? Die Germanistin und Theaterwissenschafterin Pia Janke und der Regisseur Nicolas Stemann kennen die Nobelpreisträgerin und erzählen, was sie zu dieser Frage meinen.
Darüber hinaus erzählt Pia Janke über ihre weltweite Tour zu österreichischen Kulturforen anlässlich des 80. Geburtstages von Elfriede Jelinek; Nicolas Stemann sowie Caroline Peters erzählen über die Uraufführung von „Unter Tieren“. Es ist ein Stück über die unergründlichen Wege des Geldes. Elfriede Jelinek verfolgt hartnäckig seine Spur, lässt sie aus der Sicht von Tieren erzählen. Klar ist in diesem Stück: Die Welt ist aus den Fugen, und der Finanzmarkt wird es wohl nicht richten. Nicolas Stemann hat es auf der Pernerinsel großartig in Szene gesetzt.
Elfriede Jelinek ist auch eine „Seismographin“ der Demokratie. Pia Janke erzählt darüber ebenso wie über die internationale Veranstaltungsreihe WELT.AUTORIN.JELINEK.
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