François d´Assise: Mit Vogel- und Engelsgesängen ins Paradies
Romeo Castellucci, Maxime Pascal und Philippe Sly bescheren Oliver Messiaens Saint François d´Assise einen unvergesslichen Abend in der Salzburger Felsenreitschule. Die drei Künstler erzählen auf wissensART über diese spirituelle Kunsterfahrung, die die Existenz des Menschen zutiefst berührt. Bassbariton Philippe Sly hat sich bei den Franziskanern in Salzburg mit seiner herausfordernden Rolle als heiliger Franziskus auseinandergesetzt und seine Erfahrungen in ein zutiefst berührendes Klangerlebnis umgesetzt. Sein Gesang, die Inszenierung, das Bühnenbild und die Lichtgestaltung von Romeo Castellucci sowie das Dirigat von Maxime Pascal ist eine menschliche Suche ganz nah an der Erde, am Sein und an der Unermesslichkeit, die wir in uns tragen. Beherzt verteidigt Romeo Castellucci die Würde kreatürlicher Erbärmlichkeit. Macht die Überwindung des Ekels vor dem Aussätzigen zu einem erschütternden ästhetischen Erlebnis. Ehe der heilige Franziskus über das geöffnete Dach der Felsenreitschule ins lang ersehnte und lang besungene Paradies aufsteigt, hatte er noch von Gott die Stigmata erbeten, um das Leiden Jesu selbst zu erfahren. Beklemmende Clusterflächen aus dem Chor erheben sich zu dieser beeindruckenden Szene. Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor hat hier ihre großen Momente, besitzt auch „unsichtbar“ enorme Präsenz. Gott spricht eben aus vielen Stimmen.
Am 23. August ist die Oper ab 17h in der Salzburger Felsenreitschule zu sehen.
© SF/Monika Rittershaus
Weiterführende Links:
www.salzburgerfestspiele.at/
www.wissensart.at/
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