Karin Bergmann: Die tollkühne Intendantin
Kurz vor ihrem Rückzug aus der Theaterwelt ereilte Karin Bergmann der Anruf aus Salzburg; sie sollte Intendantin der Festspiele werden. Markus Hinterhäuser wurde beurlaubt, der Sommer stand vor der Tür, eines der größten Festivals stand ohne künstlerische Leitung da. Peng. Tollkühn übernahm Karin Bergmann die Gewerke, warf sich mit Verve in das Geschehen. Bis zu diesem Zeitpunkt mit Markus Hinterhäuser befreundet, dachte sie an ein Zusammenspiel in irgendeiner Art und Weise. Jedenfalls wollte sie das Programm, dass der Pianist und Intendant geplant hatte umsetzen; und sie macht das auch bravourös, wenn auch mit negativen Vibes ihres Vorgängers. Nach wie vor verweigert er ein Gespräch mit ihr, meidet jede Begegnung. Zur Freude der Festspielgemeinde spielte Markus Hinterhäuser seine beiden angekündigten Konzerte und erhielt dafür mit Matthias Goerne für das erste und Igor Levit für das zweite, Standing Ovation, Bravorufe und einen Blumenregen auf die Bühne. Karin Bergmann ist erleichtert. Im "Künstlergespräch" erzählt sie über ihren Alltag während der Festspielzeit und die langen Nächte.
© SF/Neumayr/Leo
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