Jens Harzer, Marina Galic und Jossi Wieler: Peter Handke erspielen
Er spielte den Tod im "Jedermann" an der Seite von Peter Simonischek und Caliban in Shakespeares "Sturm", er brillierte als verlotterter Raskolnikow in Andrea Breths Dostojewski-Dramatisierung von "Verbrechen und Strafe" und als Kleists Achilles an der Seite von Sandra Hüller. In Peter Handkes vielfach preisgekröntem Familienepos "Immer noch Sturm" verinnerlichte er „mit virtuoser Zerbrechlichkeit“ das Erzähler-Ich. In diesem Festspielsommer ist Jens Harzer wieder zu Gast bei den Salzburger Festspielen: mit dem eindringlichen Monolog De Profundis nach Oscar Wilde – und in der Uraufführung von Peter Handkes Schnee von gestern, Schnee von morgen in der Regie von Jossi Wieler.
In diesem Gespräch reißen der Regisseur Jossi Wieler sowie das Schauspielerpaar Jens Harzer und Marina Galic die Erarbeitung an Peter Handkes neuem Stück „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ an. Drei Monate lang haben sie den Text des siebzig Seiten starken Büchleins gelernt, nun galt es ihn auf der Bühne umzusetzen.
„Das Besondere an der Beschäftigung mit Handke ist, dass er mit seinen Texten vom Theater fordert, Verantwortung zu übernehmen und etwas Eigenes zu finden. Damit lässt sich ein Schatz heben“, sagt Jens Harzer. Er kennt den Dichter seit vielen Jahren und ist ein Kenner seines Werkes geworden.
Noch bis 5. August 2026 machen sich Jens Harzer und Marina Galic auf der Bühne des Salzburger Landestheater bravourös daran, als namen- und ruheloser „Kreuz-und-Quer-Gehender“, den Handke’schen Kosmos weiter zu vermessen. Eine Sternstunde der Salzburger Festspiele 2026.
Foto Jens Harzer, aufgenommen beim Terrassentalk auf der Presseterrasse in Salzburg
© Elisabeth J. Nöstlinger
Weiterführende Links:
https://www.salzburgerfestspiele.at/
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