wissensART

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00:00:12: Erzähl mir eine schwierige Emotion oder negative Emotionen, die du erlebt hast an einem Tag und wie hat sich dein Körper angefühlt?

00:00:23: Tanja Singer ist Neurowissenschaftlerin und Psychologin.

00:00:26: Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit sozialen Emotions-, Empathie- und Mitgefühl.

00:00:32: Leidenschaftlich bauen Sie Brücken zwischen jenen Bereichen, die normalerweise nicht miteinander interagieren.

00:00:38: Besonderes Augenmerk liegt Professorin Tanja Singer auf die hormonellen, neuronalen und entwicklungsbedingten Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens.

00:00:48: Dazu gehören auch negative Emotionen wie Hass und Wut.

00:00:56: Herzlich willkommen bei Wissensart, dem Podcast der Wissenschaft- und Kunstverein.

00:01:00: teisen sie Elisabeth Juliane Nöstlinger und Tanja Singer die durch eine der größten Studien über soziales Verhalten festgestellt hat dass Empathie mit Gefühl und Fairness doch mentales Training formbar sind

00:01:14: Auch

00:01:15: der Umgang mit Hass.

00:01:16: Dafür hat Tanja Singer das Diardengespräch entwickelt.

00:01:20: Dabei sitzen sich zwei einander fremde Menschen gegenüber und hören fünf Minuten achtsam dem anderen

00:01:27: zu.".

00:01:28: Das heißt, wenn jemand zum Beispiel mit ganz viel Hass und Wut am Tag rumgelaufen ist dann hat er in der Diarde Zeit ohne dass jemand irgendwas damit macht zu explorieren.

00:01:37: wie fühlt sich Hass bei mir eigentlich an?

00:01:40: Wie ist es?

00:01:40: Und dann irgendwann mal Wenn man das über Wochen macht, deswegen besteh ich immer drauf.

00:01:44: Das muss über jeden Tag über Wochen gemacht werden nicht einmal oder ein einem Retreat oder so.

00:01:50: Wir machen es wirklich als Skill-Learning-Programm.

00:01:52: Man baut ja auch nicht Muskeln von einem Tag auf uns anderen auf.

00:01:54: Muss ja auch jeden Tag oder jede Woche machen.

00:01:56: Aber wenn man zum Beispiel sich Hass anguckt, wenn er sehr stark da ist dann wird es weniger weil Hass auch nur eine Emotion ist die kommt und geht.

00:02:05: Emotionen sind phasisch.

00:02:07: Die kommen gehen haben Trigger Die haben ihren Höhepunkt und wenn man sich nicht aktiv am Leben hält, indem man sich innerlich dauernd wieder Hassgeschichten erzählt dann sind die auch weg.

00:02:17: Und zwar ziemlich schnell!

00:02:18: Genau so ist es mit Wut.

00:02:20: Auch sie kann sich schnell verflüchtigen, wenn sie den Nähboden entbeert.

00:02:24: Nach der ersten Frage kommt bei den dyadischen Übungen – die zweite.

00:02:28: Sie kann zum Beispiel lauten Erzähl mir eine Situation in der du Dankbarkeit verspürt hast und wie sich dies in deinem Körper angefüllt hat.

00:02:37: Während der Partner oder die Partnerin die Frage laut exploriert, hört der andere achtsam.

00:02:43: und empathisch zu, weder ohne zu unterbrechen.

00:02:47: Nach fünf Minuten ertönen den Gong und die Heulen wechseln.

00:02:52: Diese Übung ist besonders effektiv um das Empathische zuhören aber auch das Wahrnehmen und Ausdrücken der eigenen Gefühle uns den Umgang mit schwierigen Emotionen wie Stress zu verbessern.

00:03:05: es werden vor allem selbst Mitgefühl und Dankbarkeit gestärkt und das bildet sich im Gehirn ab.

00:03:12: Tanja Singer hat sich die Veränderungen des Empfindens im Gehirn angeschaut und darauf geachtet.

00:03:19: Wie repräsentiere ich im Gehörn, die Gefühle von jemand anderem?

00:03:23: In der Empathie repräsentier' ich ihr Leid was ich ja gar nicht spür in dem Moment aber trotzdem spüre ich's sozusagen stellvertretend.

00:03:31: Und wie geht das im Geheur?

00:03:33: Dazu brauchte es auch wirklich innovative Paradigmen weil ein Gehirnscanner natürlich völlig isoliert ist und sehr laut und nicht sehr sozial.

00:03:42: Und da haben wir zum Beispiel Paare in den Scanner gebeten und dann haben wir so Schmerzreize an die Hand gegeben von mir, die im Scanner lag und vor meinem Partner der draußen war.

00:03:49: Wir haben verglichen was sind die Hirnnetzwerke?

00:03:52: Die bei meinem Schmerzen wenn ich wirklich Schmerze bekommen darf aktiv werden?

00:03:56: und wie viel von dieser schmerzmatrix in meinem Gehirn wird reaktiviert Wenn Ich weiß jetzt mein Partner an Schmerzreiz kriegt.

00:04:04: Und da haben wir ihm gesehen, dass diese emotionalen Aspekte der Schmerzzmatrix reaktiviert werden.

00:04:10: Das heißt mein Gehirn fühlt quasi den Schmerzen meines Partners in dem Moment mit.

00:04:15: Indem es die Areale aktiviert, die meinen Schmerze repräsentieren.

00:04:18: Deswegen weiß ich wie das sich anfühlt.

00:04:21: Also ich leide quasi mit meinem Partner mit indem ich diese Schmerzariale in meinem Hirn reaktivee.

00:04:28: und die nächste Frage war dann natürlich können wir da auch Plastikität induzieren?

00:04:32: Können wir Empathie, wenn die im Hirn ja abbildbar ist, trainieren?

00:04:36: Und können wir die Netzwerke im Gehirn trainieren, die das ermöglichen.

00:04:42: Da haben wir dann angefangen, mentale Trainingsstudien zu erwärmen und das Resourceprojekt war so das erste große fette, fette Studienprojekt neun Monate also eigentlich ein Lebensprojekt wie sie immer noch am Auswerten der Daten, neuen Terabyte.

00:04:55: Und da haben wir nicht nur das Gehirn, sondern wirklich einen holistischen Ansatz gehabt.

00:04:59: Wo wir sowohl die Plastizite dem Gehirnen nachweisen könnten also dass nach drei Monaten tägliches Übung bestimmter Übungen eben verschiedene Netzwerke im Gehirnt dicker werden.

00:05:09: Also wirklich die graue Substanz.

00:05:11: Geht es auch alleine oder braucht man dafür in mein Gegenüber?

00:05:15: Das ist noch mal eine andere Frage, mit welchen Üben erreicht man das?

00:05:19: Da komme ich vielleicht gleich dazu.

00:05:21: Erstens hatten wir drei Monatsmodule, wo unterschiedliche Fähigkeiten waren.

00:05:25: Eine war Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

00:05:28: Das andere war mehr so zu emotionalen Übungen.

00:05:30: Und das andere war eher kognitive Perspektivübung.

00:05:34: Und dann haben wir im Gehirn geguckt, ob diese verschiedenen Module auch diese verschiedene Netzwerke ansprechen und haben gezeigt ja we can.

00:05:41: Wir können das soziale Hirntrainieren und es ist wirklich wichtig welche Übungen wir jeden Tag machen.

00:05:47: Je nachdem was wir üben, ob wir unser Herz öffnen oder Aufmerksamkeit oder Perspektive übernahme werden unterschiedliche Netzwerken im Gehör trainiert Und wirklich dicker.

00:05:56: Es ist strukturelle Plastizität, wie wenn sie Hardware verbessern und damit kommt aber ein Herd und da war das eben wichtig auch Cortisol zu messen und Biomarke und den Körper und autonomes Nervosystem.

00:06:07: Es kommt mehr Gesundheit damit ein Herder.

00:06:09: Das heißt wir können mit diesen Übungen auch Stress reduzieren und bis zu zwanzig Prozent also wenn man es dann auch lang genug und jeden Tag macht.

00:06:18: Wir können Körpergewahr sein, verbessern.

00:06:20: Wir können pro soziales Verhalten verbessern, wir können Kooperativität Verbesserung, Toleranz.

00:06:25: Also sehr viele Resilienzsteiger und Optimismus.

00:06:29: Und jetzt ist aber wichtig nicht jede Übung macht alles.

00:06:33: also es ist wirklich genau wie wenn ich jetzt jeden Tag meine Muskeln um meinen Armmuskeln trainiere erwarte ich ja auch nicht dass meine Wadeln irgendwie besser werden oder entspannter.

00:06:42: das heißt genauso ist es mit den Fakutiten des Gehirn und da haben wir bessern verstanden.

00:06:46: so komme ich zur zweiten Frage welche Übungen machen eigentlich was?

00:06:51: im Ressourceprojekt solche Duaden.

00:06:53: Also das habe ich entwickelt, wo man eben Partnerübungen macht und also nicht so klassische Achtsamkeitsübung alleine macht – wo man nach innen geht und zum Beispiel Aufmerksamkeit fokussiert, sondern man hat einen Partner jeden Tag mit der App oder einem Telefon.

00:07:08: übt man empathisches Zuhören oder mit fühlendes Zuhauen, oder einen Unterschied.

00:07:12: Oder eben tolerantes Zuhörn mit einem Partner, den man zufällig zugeordnet bekommt.

00:07:17: und wir haben die im Resourceprojekt entwickelt und wussten nicht ob die Leute das annehmen würden weil immerhin muss man sich ja jeden Tag für dreizehn Minuten verabreden und dann sehr intime Dinge teilen mit jemandem man gar nicht kennt der darf dann auch nichts sagen.

00:07:31: also es ist wirklich eine kontemplative Übung und nicht ein Dialog in dem Sinn tiefe zuhören, dieses empathische Zuhause erübt also auch Fähigkeiten und dann wird ja gewechselt.

00:07:44: Das heißt ich exploriere erstmal in der Frage zum Beispiel wie gehe ich mit schwierigen Emotionen um oder Stress?

00:07:49: Oder dann Dankbarkeit und wie sich das im Körper anfühlt und sie hören zu und nach fünf Minuten wechseln wir die Rollen und dann höre ich so und das heißt es ist ein sehr demokratischer Prozess und diese Diaden sind wirklich unglaublich effizient.

00:08:04: Man braucht sich dafür, nicht an einem Out zu treffen.

00:08:07: Es geht auch übers Netz.

00:08:09: Das haben vor allem die Lockdowns während der Covid-Pandemie

00:08:12: gezeigt.".

00:08:34: Projekt.

00:08:34: Diese Diadentrainings immer im Vergleich zur Achtsamkeitstraining, wir haben immer so aktive Vergleichsgruppe jetzt in Schulen bringen – in den Kontext von Bildung und in dem Kontext der Gesundheit.

00:08:46: Und was wir da wollen ist zu gucken können wir in die Systeme wo es am meisten Burnout-Raten und ganz hohe Stressbelastungen gibt erlaubt den Unterschied zwischen Empathie mit Gefühl zu erlernen und auch wie sie sich schützen können vor was wir empathische Stress nennen.

00:09:02: Wir kennen das, wenn wir hervorragende Inszenierungen über große Gefühle oder Leiden auf der Bühne sehen.

00:09:09: Plötzlich hat man

00:09:10: Tränen in den Augen.

00:09:12: Wenn man zu stark mit dem Leiden der anderen in Resonanz geht kann man in empathische Stress geraten.

00:09:18: Das heißt, das Leid des Anderen wird mein eigenes.

00:09:21: Ich kann nicht mehr unterscheiden dass ich einfach nur stellvertretend das Leiden des andern So und plötzlich schwappt dieses Leiden zu mir rüber und es wird mein eigenes, also ich gehe darin quasi unter.

00:09:33: Und dann bin ich alles andere als pro-sozial helfen weil ich ja erst mal ein eigenes Leid wieder regulieren muss.

00:09:39: daraus was machen?

00:09:41: und das hat man zum Beispiel in dieser Flüchtlingsphase.

00:09:45: bei uns in Deutschland zum Beispiel gab's viele die dann Leute vom Krieg ob jetzt später Ukrainekrieg aber vor allem beim Irakkrieg aufgenommen haben zu sich und dann Bilder gesehen haben von Trauma, von Folter und so.

00:09:59: Und waren überhaupt nicht damit vorbereitet und sind total in embadischen Stress geraten, wussten nicht wie da mit umgehen.

00:10:06: Wenn man nicht lernt, wie man in Mitgefühl geht also wenn man in dieses Kehr komparschen Mitgefühlsystem geht ist man absolut resilient und geschützt.

00:10:15: Um den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl herauszufinden, hat Tanja Singer einen buddhistischen Mörnig in den Scanner gelegt.

00:10:23: Schon vorher hat sie die große Mind and Life-Konferenz mit dem Dalai Lama mitorganisiert und die daraus erzielten Erfahrungen in ihre Studie miteinfließen lassen.

00:10:34: Die Erkenntnis des Unterschieds zwischen Empathie, empathische Stress und Mitgefühl kam durch die Arbeit mit einem buddhistischen Münch.

00:10:41: Das war vorgelagert.

00:10:43: Das waren meine allerersten Schritte in der Plastizitätsforschung, wo ich mir dachte damals gut jetzt habe ich die Empathies verstanden also das Mitleiden und wie das im Gehirn aussieht?

00:10:52: Jetzt möchte ich es trainieren!

00:10:53: Und normalerweise fängt man Plastikitäts-Forschung immer mit Experten an.

00:10:57: Man sagt sich Ich schaue mir erstmal die Gehirne an von Leuten die Tausende von Stunden eben diese Fähigkeiten geübt haben, um zu schauen wie ihr ihn ist.

00:11:06: Also sprich wenn man Motor Plastizität forschen will dann fragt man Pianisten die tausende von Stunden Piano gespielt haben oder Violonisten und guckt sich sozusagen die Repräsentation deren Finger im Gehirn an und sieht das die dicker ist weil sie eben tausend ist.

00:11:21: einfach ein Trainingseffekt.

00:11:23: Und das fragte ich mich jetzt ja, wo sind denn die Experten?

00:11:26: Die Tausende von Stunden Empathie mitgefühlt trainieren.

00:11:29: Wo finde ich sie?

00:11:31: Das war dann eine Kooperation mit Mindelife Institute im Dalalama, der ist ein Dialog zwischen westlicher Wissenschaft und östlich-kontemplativen Praktizierenden.

00:11:40: Der hat mich an den Maturika gebracht Ursprünglicher Franzosischer Biologe, der war beim Architekt Pasteur, hat im Pitch die gemacht.

00:11:49: Das heißt er kennt westliche Wissenschaft ist aber da Mönch geworden und ein großer Experte weil er einen der größten Mitgefühlsmeister sozusagen im Buddhismus als sein Lehrer hatte.

00:11:59: Und der ist für mich in Scanner gegangen und dann hatte ich damals ja die Empathie-Experimente gemacht und hatte ihm gesagt du Mats Jürg würdest gerne als du als Experte sehen wie dein Gehirn aussieht wenn du Dir jetzt vorstellst, diese Filme von Kindern in einem weißen Raum hatten wir so ein Bibi-Sieben-Movie gesehen.

00:12:16: Die unglaublich leiden ja!

00:12:19: Wenn du dir das vorstellest, dann scannen wir deinen Hirn und dann kann ich sehen wie bei dir dieser empathischen Muster weil Du bist der Experte.

00:12:27: So, und dann sah ich aber ... Dann war er im Scanner.

00:12:29: Und da sah ich lauter Belohnungsnetzwerte auf Leuchten, die man eher hat wenn man positive Gefühle oder irgendwie was ist also im Vorfreude in Erwartung auf Schokolade oder so.

00:12:40: Da dachte sich mal, was macht denn der Mathieu?

00:12:42: Der leitet überhaupt nicht mit den Kindern mit.

00:12:44: Denkt ja an seinen Kuchen, den ihr jetzt gleich mittags kriegt.

00:12:47: Also, dann habe ich ihn gefragt über den Lautsprecher.

00:12:50: Du Mathieu, bin ein bisschen irritiert.

00:12:52: Leidest du gar nicht mit!

00:12:53: Was machst du da

00:12:54: gerade?!

00:12:55: Ich sehe ganz andere ... Netzwerke.

00:12:57: und dann sage ich, du hast mir ja nie gesagt.

00:12:59: Ich soll mitleiden.

00:13:00: Du hast gesagt, ich soll Kompasschenmeditationen.

00:13:01: Also ich soll Metta-Kompassion buddhistische Herzöffnungen liebervolle Güte

00:13:05: machen.".

00:13:07: Aber was machst du denn da?

00:13:08: Wenn du nicht mitleidest, was tust du denn

00:13:10: dann?".

00:13:11: Und dann habe ich gesagt, okay, ich komme mal raus, wir müssen sprechen!

00:13:14: Dann haben sie wirklich gesprochen und habe ich erst verstanden dass diese Komparschen also Mitgefühlsmeditation eigentlich eben nichts mit emotionaler Resonanz und Empathie zu tun haben sondern mit dieser Öffnung vom Herzen, dieser unkonditionellen Liebe, dieser extrem starken altruistischen Motivation.

00:13:33: Und da habe ich ihn dann gefragt okay für die Wissenschaft musst du jetzt zurück in Scanner und jetzt leider einfach nur mit den Kindern mit also wie wenn es dein Leid wäre?

00:13:41: Weil das ist das was ich erst mal sehen muss dass du so ein Empathie für Paynetzwerk also für Schmerz auch hast.

00:13:48: Okay, warum soll ich das machen?

00:13:50: Dann mach' ich das für die Forschung.

00:13:51: Dann ist er da zurück in Scanner und dann sah ich diese Schmerzmatrix leuchten wie ein Christbaumkugel also wirklich sehr stark.

00:13:59: Und dann war der entscheidende Moment wo Erkenntnis für beide Parteien aufgekommen ist weil ich ihn dann sagte so Mathieu jetzt aber raus geht's zum Mittagessen Warst lange genug drin.

00:14:12: Ich hab das Empathie für Schmerzenetzwerk gesehen, du hast es.

00:14:16: Und dann hat er mich angefleht im Scanner.

00:14:18: Nein, bitte!

00:14:19: Ich brenne geradeaus also vor den ganzen ämbatischen Stresses.

00:14:23: Das ist unbearable pain.

00:14:25: Der hat sich so reinversetzt, dass er gesagt, ich brennen aus und es ist unerträglich... I want to do some compassion.

00:14:33: Also ich will für mein eigenes Wohlfinden wieder ein paar ... Mitgefühlsmeditation machen, damit ich selbst wieder irgendwie gut aus diesem Scanner rauskomme.

00:14:44: Ich sage okay, klar mach.

00:14:46: und dann sahen wir dieses andere Netzwerk wieder aufblühen.

00:14:49: Dann sah man einfach diese Aktivierung in diesen was wir jetzt Kerr- und Affilationssystem nennen also etwas eben mit gefühlender Liebe der Fürsorge, der Wärme und der altruistische Motivation kommt.

00:14:59: und das haben wir dann bei vielen naiven Studenten und eben in unseren Trainingstudien um.

00:15:04: jetzt bringen wir quasi dass Ärzten und Ärztinnen und ein, die das brauchen bei wie sie erkennen können.

00:15:11: Wann sind Sie im empathischen Gesunden Mitschwiegenden?

00:15:14: Und können ins Mitgefühl weil das resilient und robust ist.

00:15:18: Und wann kippen die in den Stress?

00:15:21: also wenn diesen Moment zu wann kipping ich in den empathische Stress?

00:15:24: wenn bin ich zu nah dran quasi.

00:15:27: Wie komme ich dann da wieder raus?

00:15:30: Was also ist nun der Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühle?

00:15:34: Empathy ist emotionaler Resonanz.

00:15:38: Also wenn Sie sich freuen, freue ich mich stellvertretend mit Ihnen!

00:15:41: Wenn sie leiden, leide ich mit!

00:15:42: Das war das was wir im Gehirn eben mit dieser Schmerzpatrik sehen konnten.

00:15:46: Sie haben Schmerzen und ich aktiviere Teile meiner Schmerzematik.

00:15:49: Es ist wie eine Spiegelung, es ist eine Resonance Bei der Empathie, anders als bei der emotionalen Ansteckung oder empathische Stress weiß ich aber dass die Ursache für das Leid nicht in mir ist sondern in Ihnen.

00:16:01: Da ist diese Unterscheidung zwischen mir und Ihnen noch völlig gesund.

00:16:05: Das ist gesunde EmpathIE.

00:16:07: Wenn ich jetzt aufgrund von meinem eigenen Trauma oder weil ich überlastet bin oder total müde oder gestresst was bei ja vielen Ärzte auch so ist oder Lehrerin zu viel Stress von dem anderen drüber bekommen, dann kann das so empathischen Stress führen und dann kippt es.

00:16:23: Dann ist diese gesunde Unterscheidung ja ich fühle das mit was sie empfinden.

00:16:28: plötzlich ist es mein Leid oder meinen Trauma sogar.

00:16:32: Und dann ist es empathische Stress und für niemand mehr hilfreich.

00:16:35: Mitgefühl kommt aus einem komplett anderen biologischen System, das kommt aus dem Care- oder affiliativen System und kommt mit Gefühlen von Fürsorge, von Liebe, von Zugewandtheit und ist vor allem eine Motivation dem anderen helfen zu wollen, eine Motivaion dass es dem anderen gut gehen möge.

00:16:53: Es ist noch nicht das Helfen selber, es ist die Motivacion, das ist diese Fürsorgung, Kompasschen.

00:16:59: Das kommt mit eher positiven, warmen gefühlen, haltenden Gefühlen.

00:17:03: Also das ist nicht mitschwingend!

00:17:06: Da leidet jemand und ich muss nicht mitleiden sondern... sagen wir mal haltenden, fürsorglichen Haltung sein.

00:17:16: Wo ich einfach mein Herz öffne und dem anderen alles Gute wünsche.

00:17:19: Dadurch

00:17:20: auch Stütze macht sich auch das körperlich anders bemerkbar.

00:17:24: Fühle ich das körperlich anders?

00:17:26: Also man fühlt es innerlich wie ein Aufrecht.

00:17:29: also die Sendmeisterin John Halifax sagt immer strong back soft font.

00:17:34: Also starkes Rückrankt und weiches Herz ja!

00:17:38: Es ist ein bisschen Fels in der Brandung, was aber nicht kalt ist.

00:17:42: Sondern ein großes offenes Herz, sage ich immer!

00:17:45: Weil man schwiegt nicht mit allen hoch und runter das andere mit, sondern man isst eher wie ein Fels an der Handlung.

00:17:51: Was aber diese große, offene, liebende Haltung hat im anderen gegenüber?

00:17:55: Ist es keine zynische oder distanzierte Haltung?

00:17:58: Es ist eine sehr bezogene Haltung, die aber nicht in alles reingeht.

00:18:02: ist eine bestimmte gesunde Distanz zwischen dem einen und dem anderen.

00:18:05: In der Empathie kann man ja manchmal verschmelzen im anderen.

00:18:08: Im Mitgefühl, es ist nicht!

00:18:10: Es ist wirklich eine Distanz ich bedarfe.

00:18:13: Sie sind hier aber trotzdem wünsche ich Ihnen alles nur Gute in der Welt und werde dann natürlich auch alles tun wenn ich was tun kann.

00:18:20: Vielmehr über das Diadenprogramm und die Anwendung in der Medizin, aber auch bei Friedensprozessen erzählt Tanja Singer bei den diesjährigen Disputationen im Rahmen der Overtür spirituell zum Auftakt der Salzburger Festspiele am Zweiundzwanzigsten Juli-Zwanzig-Sechsundzwanzig von fünfzehn bis achtzehn Uhr in der Festspielkulisse in der Hofstahlgasse in Salzburg.

00:18:44: Anmeldungen sind erbeten.

00:18:46: unter schmiedhahnatdisputationespunkt RT.

00:18:51: Das Gespräch über das Diadenprogramm habe ich mit Tanja Singer bei den diesjährigen Goldecker Dialogen geführt und sie auch gefragt, ob sich selbst noch das Diadentraining

00:19:01: macht.".

00:19:03: über meinen Privatinteresse, weil ich schon viele Retriebs gemacht hatte.

00:19:21: Viele, also viel gesehen hatte.

00:19:23: Sonst hätte ich gar nicht gewusst wie stark das ist oder wo... Also ich hätte die Programme gar nicht entwickeln können ohne... dass ich jede Übung irgendwo gelernt habe oder weiterentwickeln konnte.

00:19:34: Natürlich macht man Meditation irgendwann mal auch im Alltag, also ob man in der U-Bahn sitzt und man kann das in jeder Minute machen wenn man mal Ruhe und Zeit hat nach innen zu gehen oder in der Natur oder beim Schwimmen oder beim Sitzen.

00:19:47: aber ich mache auch Diaden!

00:19:48: Also ich mach fast täglich Dürren, genau.

00:19:50: Weil die für mich fast eine der wirksamsten oder stärksten Meditationsformen geworden sind und es zeigt ja auch die Forschung weil sie zusätzlich zu dieser Achtsamkeit und Ruhe, die man mit sich selbst findet wenn man alleine sitzt spiegeln die einen auch die ganzen sozialen Trigger- und sozialen Konditionieren die man sonst gar nicht sieht wenn ich der andere da wäre.

00:20:12: das ist wie so die zweite Welle der Achtsamtkeitsbewegungen und Social Mindfulness.

00:20:19: Die zweite Personenperspektive ist, ich fühle allein.

00:20:24: Aber die Zweite ist wir sind im Dialog und wir können vorher nicht vorhersagen wie der Dialog endet ... Ich bin nicht sie und Sie sind nicht mir.

00:20:31: Da immergiert was Eigenes, aus jedem Dialog.

00:20:35: Und obwohl die Diade in dem Sinn kein Dialog ist, da ist sozusagen ein Zeuge, ein Intensionaler der Zuhörte und ich höre zu.

00:20:42: Das heißt, ich komme aus einer Diade immer bereicher draus weil der andere da war.

00:20:47: Ich sehe mich im anderen und der Andere zieht sich in mich auf eine bestimmten Art.

00:20:51: Das ist dieses, das der Buba, die Aisau-Beziehung also ich und den Anderen und das, was daraus immergieren.

00:20:59: Magie.

00:20:59: Das habe ich immer wieder sehr, sehr

00:21:02: gerührt.".

00:21:08: Daniel Singer die Professorin für soziale Neurowissenschaften und Psychologie sowie wissenschaftliche Leiterin der Forschungskope der Max-Blanck Gesellschaft Berlin bei Wissensart dem Podcast der Wissenschaft und Kunstvereint sagt Elisabeth Julian Nöstlinger.

Über diesen Podcast

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

von und mit Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

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