wissensART

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00:00:01: Kunst im Gespräch.

00:00:04: Im Zusammenarbeit mit der Auslandskultursektion, im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

00:00:12: Wir haben alle die Möglichkeit bekommen uns zu entscheiden welchen Weg wir gehen.

00:00:17: Daniel Spierer Es ist oft nicht leicht aber man darf sich nicht abschrecken lassen Und ich glaube das ist ein ganz wichtiges Moment auch vor allem für uns Frauen weil wir immer sehr viel in Frage stellen Und auch hinterfragen kann ich das überhaupt.

00:00:32: Ist das für mich, ist es richtig?

00:00:34: Für mich und in Wirklichkeit geht's einfach darum jetzt diese Entscheidung zu treffen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

00:00:41: In diesem Punkt habe ich viel von Dr.

00:00:44: Freeman gelernt die nämlich sagt wenn das Hausdorfer verschlossen ist dann geh doch das Fenster rein!

00:00:50: Das hab' ich mir jetzt wirklich so als Leitsatz mitgenommen weil das auch etwas ist was für diesen Mut spricht.

00:00:57: Mut ist der Titel des Buches über thirty-six jüdische Frauen, das Daniels Behrer und Erika Freeman gemeinsam geschrieben haben.

00:01:06: An Hans der Biographien dieser eindrucksvollen jüdischen Frauen sprechen die Psychoanalytikerin Erika Freemann und die langjährige ORF-Journalistin und Direktorin des Jüdischen Museums Wien von zweizigzehn bis zwanzigzweiundzwanzig Daniels Beerer über ihre Lebenserfahrungen ihr jüdisches Selbstverständnis politische Themen.

00:01:28: Herzlich willkommen bei Wissensartstem Podcast der Wissenschaft und Kunstverein, heißen sie Lisa Bitt-Juliane Nöstlinger und

00:01:35: Daniel

00:01:36: Spehrer.

00:01:40: Seit Jahrzehnten gibt die Journalistin und promovierte Geisteswissenschaftlerin die jüdische Zeitschrift Nu heraus – und seit Jahrzehnzigzweiundzwanzig ist sie Geschäftsführerin von Kulturpunkt Medienpunkt Judentum.

00:01:54: Erika Freeman musste als zwölfjähriges Mädchen vor den Nationalsozialisten flehen.

00:02:00: In New York wuchs sie im Weisenhaus auf, später nach ihrem Studium an der Columbia University stand sie als Psychoanalytikerin vielen Hollywoodstars zur Seite unter ihnen Marilyn Monroe und Marlon Brando.

00:02:15: Seit Jahrhundert setzte sich in Österreich als Zeitzeugin gegen das Vergessen ein.

00:02:21: Mittlerweile liebt die Ehrenbürgerin der Stadt Wien wieder in ihrer Geburtsstadt, von Daniels Bärer trennt sie eine Generation und eine veränderte Welt.

00:02:32: Ihre Haltung zum Leben, ihre Werte und ihre Überzeugungen, die tief in der jüdischen Tradition verwurzelt sind verbindet die beiden.

00:02:41: Dazu brauchte es in einer Zeit des erstarkenden Antisemitismus Mut.

00:02:46: Aber in welcher Lebensentscheidung war Daniel Spehrer besonders mutig?

00:02:51: Also auch sicher in der Entscheidung, den ORF zu verlassen und einen komplett neuen Lebensschritt einzugehen um ein Konzept für die Weiterentwicklung des Südischen Museums Wien zu entwerfen.

00:03:03: Das war ja in einer Zeit wo ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere beim ORF habe.

00:03:09: Aber ich habe mir ein Ziel gesetzt und habe das Ziel verfolgt und diesen mutigen Schritt getan.

00:03:15: Es war aber offenbar auch eine Entscheidung als Judin zu agieren, was sie ja vorher nicht gemacht haben.

00:03:23: War das nicht auch eine sehr mutige Entscheidung?

00:03:26: Also

00:03:26: das hat eigentlich nicht so sehr in der Rolle gespielt bei dieser Entscheidung sondern da ging es mir einfach darum dass es hier mitten im Herzen von Wien zwei wunderbare Museen gibt die einfach nicht so sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit gelegen sind und ich habe mir gedacht, da muss man wirklich einen Neustart beginnen.

00:03:47: Und weniger jetzt an die Religion gedacht denn die Religion spielt ja sozusagen im Museum nicht unbedingt eine Rolle sondern wir waren ganz einfach wichtig auch dieses Museum zu fokussieren darauf was Jürgen und Joden für dieses Land geleistet haben in seinem Aufbau über Jahrhunderte hinweg und bis heute vergessen, wenn es ums Thema Judentum geht da denkt man an die Shoah.

00:04:13: An den Holocaust, dann die Opfer und dann denkt man schon an den Austkonflikt und Israel und bedenkt überhaupt nicht wie sehr Österreich und die jüdische Geschichte zusammengehören.

00:04:24: und mir war ganz ganz wichtig im jüdischen Museum diese Geschichten zu erzählen und ich glaube das ist auch sehr gut

00:04:30: gelungen.".

00:04:31: Sie haben in ihrem Buch thirty-six bedeutende jüdisch Frauen porträtiert.

00:04:37: Wie haben Sie diese Frauen ausgewählt?

00:04:40: Die Frauen haben wir ausgewählt in einem sehr, sehr langen Diskussionsprozess.

00:04:48: Wir haben immer wieder überlegt, wir haben Frauen aufgeschrieben und dann wieder verworfen.

00:04:53: Und wir haben dann festgestellt dass wir eigentlich daraus eine Serie machen könnten denn es gibt so viele wunderbare Frauen und gerade am Wochenende habe ich mit Dr Freeman gesprochen und da hat sich gesagt wir müssen jetzt ganz rasch das nächste Buch machen weil wir können ja die anderen Frauen nicht vernachlässigen.

00:05:12: Sie treffen sich wöchentlich mit Dr.

00:05:15: Freeman, was bedeuten Ihnen diese Gespräche und wie lange kennen sie sich?

00:05:20: Ich habe sie kennengelernt.

00:05:21: als die Institution Letter to the Stars ins Leben gerufen wurde wo sie ja sozusagen als Zeitzeugin aus den USA nach Wien gekommen ist haben wir uns zum ersten Mal kennengelernen und getroffen Und über die Jahre ist das dann eine fast Selbstverständlichkeit geworden, dass ich einmal in der Woche zu ihr gehe.

00:05:43: Vor allem eigentlich seit Covid also so regelmäßig ein bisschen mehr als sechs Jahre wo wir uns wirklich ganz regelmäßig treffen.

00:05:52: Ich versuche dann manchmal auch unter der Woche eher zu gehen sonst immer noch am Sonntag Ja, und es ist einfach eine sehr humorvolle Begegnung von gegenseitigem Respekt getragen.

00:06:05: Wir lernen immer wieder voneinander und wir teilen die Liebe zu Amerika, zu Israel und natürlich zur Wien unserer Heimatstadt.

00:06:15: Sie haben das Buch geschrieben während ihr Enkelkind zur Welt gekommen ist – was bedeutet das für sie?

00:06:24: Es geht sehr viel in dem Buch auch darüber, dass man Generation von Generation zu Generation etwas weitergeben soll.

00:06:32: Wissen weiter geben soll eigentlich auch Tradition weitergeben soll Und deshalb war das was sehr schön ist, dass gerade... also sozusagen meine Tochter schwanger war während wir ein Buch gearbeitet haben und als das Buch fertig war sie auf die Welt gekommen.

00:06:46: Also es war wirklich unglaublich!

00:06:48: Es war wie ein Wunder, dass da zwei Babys auf der Welt gekommen sind dieses Buch und Joel.

00:06:54: Was wünschen Sie?

00:06:55: Ich wünsche Ihnen, dass dieser unfassbare Antisemitismus, den es jetzt seit dem Sieb-Noktober- in der Welt gibt.

00:07:05: Dass er denn nicht erleben muss!

00:07:06: Denn das ist wirklich unfassbar.

00:07:08: was in diesen letzten drei Jahren passiert ist eine komplette Umkehr aller Tatsachen, aller Fakten ausgesprochen von Menschen, von denen ich es eigentlich vorher nicht für möglich gehalten hätte.

00:07:22: Es sind Freundschaften zerbrochen, man hinterfragt wirklich jedes Treffen.

00:07:29: Wie wird da mit uns umgegangen?

00:07:31: Es werden israelische Künstler ausgeladen, es wären israelischen Wissenschaftler aus geladen.

00:07:38: Das Thema kauft nicht bei Juden, das in einem neunzehntreißiger Jahren immer nennt war heute zugegen!

00:07:45: Es ist allkommen verrückt.

00:07:47: In ihrem Buch schreiben sie, die Jüdinnen, die sie porträtiert haben erzählen nicht nur von der Vergangenheit sondern auch von der Gegenwart.

00:07:57: Würden Sie sagen, JüdInnen unterscheiden sich von anderen Österreicherinnen?

00:08:02: Frauen sind immer marginalisiert worden im Laufe der Jahrhunderte Und die jüdische Frauen sind als Jüdinnen und als Frauen marginalisiert worden.

00:08:11: Als Frauen nicht so sehr im Judentum, weil die Frau spielt eine ganz besondere und besonders wichtige Rolle.

00:08:18: Und daher ist es auch wichtig, uns anzusehen was uns diese Frauen aus der Geschichte für unser heutiges Leben lernen.

00:08:27: Das sind ja nicht nur Frauen aus einer Geschichte in einem Buch sondern auch Frauen die heute leben und die uns so viel guten Mut geben können für heute und Entscheidungshilfen für heute.

00:08:40: Daher sind wir eigentlich ganz stolz auf diese große lange Liste, die wir herausgefunden

00:08:48: haben.

00:08:48: im Familienverband.

00:08:50: Also jüdische Frauen haben natürlich die seit Jahrhunderten eigentlich die Möglichkeit und auch die Pflicht lesen und schreiben zu lernen, denn sie sind für die Einhaltung der Koschereien Speisegesetze und des Koscheren Lebens zuständig.

00:09:04: Sie sind für den Unterricht der Kinder zuständig das heißt sie spielen eine ganz wesentliche Rolle im Judentum.

00:09:12: Und ohne hübschen Frauen werden die Familien so nicht existieren können.

00:09:18: und ja, das sind wirklich auch so viele weise Frauen, die ich auch kennenlernen durfte in so vielen verschiedenen Situationen.

00:09:28: Frauen, der Ratgeberinnen sein können und sind, die Unglaubliches leisten neben Kindern auch voll im Berufsleben stehen also Wirklich züchtige Frauen.

00:09:40: Nun sind sie auch im Business tätig?

00:09:43: Wenn wir die Geschichte betrachten und das ist auch in unserem Buch nachzulesen, finden wir schon im Mittelalter wichtige jüdische Businesswomen sozusagen also Frauen, die ihm im Geschäft tätig waren.

00:09:58: Also dass das Mittelalter viel fortschrittlicher als wir es manchmal betrachten Und das zieht sich quer durch die Geschichte, und wenn es Zeiten gab wo Frauen überhaupt nicht die Möglichkeit hatten Geschäfte auszuüben dann haben sie versucht in anderen Stellen der Gesellschaft einzubringen.

00:10:17: Wenn wir an die Salonieren denken diese Salons waren ja nicht Vergnügungsstätten sondern das waren Orte der Verbindungen orte der Netzwerke wo diese Frauen ganz bewusst die Einladungslisten so zusammengestellt haben dass sich Menschen, die einander befruchten können treffen.

00:10:37: Und zwar treffen wir auch in einem Safe Space würde man heute sagen und das waren unglaublich kruge Frauen, die da unglaubliches auf die Beine gestellt haben.

00:10:46: Eine von ihnen ist Bertha Zuckerkandel

00:10:49: Genau, eine von den Esperter Zuckerkandl.

00:10:52: Also wenn wir bedenken dass eigentlich die Geburtsstunde der Salzburger Festspiele in ihrem Salon stattgefunden hat ja dann ist das schon was.

00:11:02: Sie hat genau gewusst wie viele andere sozusagen auch dieser anderen Salonieren wehen sie wie und wann einlädt.

00:11:12: Auf meinem Diewand wird Österreich lebendig, pflegte Bertha Zuckergandl zu sagen.

00:11:17: Josef Hoffmann hatte ihn entworfen.

00:11:20: Darauf nahm ein Gustav Mahler mit seiner späteren Frau Alma Schindler, Schriftsteller wie Arthur Schnitzeler, Hugo von Hofmannsdahl, Peter Altenberg.

00:11:28: für Lix Salton, Stefan Zweig fand Zwerfel viele Musiker, Mahler und Bildhauer Platz.

00:11:34: Als Hitler in den Anschluss Österreichs an Deutschland erzwang, musste Bertha Zuckerkandel fliehen.

00:11:42: Von Paris aus emigrierte sie in al-Fir.

00:11:46: Dort wurde sie nicht müde in Radiosendungen die Österreicherinnen und Österreicher zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufzurufen.

00:11:56: Im Buch Moth beschreibt Erika Freeman Bertha Zuckerkandel als Brückenbarin als politisches und humanistisches Bindeglied in Europa verstand.

00:12:07: Manchmal denke ich, wenn wir diese Frauen betrachten... denen ist nicht in die Wiege gelegt worden.

00:12:13: Ein reiches, ein gutes, ein behütetes Leben sondern im Gegenteil.

00:12:17: Die haben sehr gekämpft für alles was sie erreicht haben.

00:12:22: ich habe egeschrieben manche hatten nicht einmal einen eigenen Raum indem Sie arbeiten konnten.

00:12:26: wenn man an Lise Meitner denkt ja die in einem Verschlag arbeiten musste weil ihre Vorgesetzten nicht wollten dass da deine Frau im Labor herum steht.

00:12:36: das muss man sich mal vorstellen und wir haben heute auch als Frauen unglaubliche Privilegien.

00:12:43: Klammer auf, klammer zu erkämpft.

00:12:46: Also auch allein in der Zeit an die ich zurückdenke als ich meine Karriere begonnen habe gab es im Journalismus noch nicht viele Frauen und das hat sich radikal geändert und damit gibt's auch einen ganz anderen Stellenwert für Frauen im Journalismus zum Beispiel ja?

00:13:04: Auch die Tatsache dass man sich heute als Frau nicht mehr Dinge gefallen lassen muss wie man sich noch vor ein paar Jahrzehnten gefallen lassen musste.

00:13:12: erst Frauenbild hat sich verändert, wir haben wirklich viel erreicht und ich finde daher kann man auch Mutik in die Zukunft schauen.

00:13:20: Und auch Sachen anpacken!

00:13:22: Ich glaube das fehlt heute ein bisschen und wir fallen relativ leicht ins Jammern hinein.

00:13:28: und dabei denke ich mir dass wir gerade in Österreich in einer unglaublich glücklichen Situation leben.

00:13:40: mich einmal annähernd die Privilegien hat, die wir hier haben.

00:13:44: Ich beginne jetzt mit Kleinigkeiten wie das Wasser aus der Wasserleitung trinken zu können sicher in einem öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren auch während der Nacht und ich könnte jetzt Zick Beispiele nennen, die Wir hier in Österreich haben, die ein Privilegg sind für uns, die aber gar nicht so zu schätzen wissen.

00:14:04: Und ich finde wir sollten uns wirklich auf die kleinen Dinge auch einmal besinnen und diese kleinen Dinge wertschätzen.

00:14:11: Und sagen, wir haben jeden Grund zufrieden und glücklich in die Zukunft zu gehen und auch Dinge

00:14:17: anzupacken.".

00:14:18: Frau Dr.

00:14:18: Freeman Musterflin war ein kleines Mädchen das im Weisenhaus aufgewachsen ist und hat Karriere gemacht.

00:14:27: Das muss auch eine sehr mutige Entscheidung gewesen sein, zu sagen ich werde Psychoanalytikerin.

00:14:34: Wer hat sie da unterstützt?

00:14:35: Haben Sie damit ihr gesprochen?

00:14:37: Das ist so leicht nicht mehr herauszufinden aber sie hatte diese Leidenschaft und vor allem auch glaube ich hat sie schon durch die Situation in die sie gekommen ist gezwungenermaßen jetzt sehen wie wichtig es ist dass man andere Menschen hilft und das man anderen Menschen zuhört.

00:14:57: Sie erzählt immer die Geschichte, dass man eher in New York nicht geglaubt hat was hier mit den Joten passiert.

00:15:04: Das hat man ja nicht gegraubt!

00:15:06: Sie hat gesagt nur, du bist nur ein Kind, aber sie erzählst so für Geschichten und ich glaube das hat sie schon sehr geprägt, dass sie dann auch diesen Beruf ausgeübt hat wo man so zuhören muss und wo man sowieso in die Tiefe geht.

00:15:22: Welchen Hintergrund hat... Frau Dr.

00:15:25: Freeman, Familie in Österreich.

00:15:29: Das ist eine ganz klassische jüdische Geschichte, dass Joden aus vielen Teilen der Monarchie nach Wien geströmt sind.

00:15:38: Weil hier natürlich die Metropole und die Universitätsstadt, man wollte gerne hier in Wien was Neues aufbauen.

00:15:45: Und so ist ihre Familie aus Tschernowitz, aus Kutte, aus mehreren Teilen von der Monarchy nach Winn gekommen und hat sich hier ein neues Leben aufgebaut.

00:15:56: Wir wollen Mut weitergeben, schreiben Erika Freeman und Daniel Speer in ihrem Buch über thirty-six bedeutende jüdische Frauen.

00:16:05: Es sind nicht nur bedeutender Frauen sondern auch starke Frauen!

00:16:09: Auf die Frage von Daniel Speerer welche Stärke für Frauen wichtig sei antwortet im Buch die Psychoanalytikerin Erika Freemann Zitat Ich glaube alle Frauen haben Stärke.

00:16:22: man weiß oft nicht welchen man braucht bis es darauf ankommt.

00:16:26: Und dann hat man sie!

00:16:28: Frauen nützen auf ihre Stärke für ihre Familie, die Männer und die Kinder – oft auch für die Elterngenerationen und selten für sich selbst.

00:16:37: Auf die Frage welche Ratschläge man jungen Frauen geben sollte, meint Erika Freeman Sie sollten zuerst nützig für sich Selbst sein.

00:16:45: Auf Englisch würde ich sagen Put yourself first Denn wenn du dich immer nur um anderes sorgst und kümmerst bleibst du selbst.

00:17:12: Es

00:17:18: verbindet uns so viel.

00:17:20: Es verbindet uns unsere Liebe auch zu Amerika, meine Kinder leben in Amerika.

00:17:25: Ich habe dort gelebt und gearbeitet.

00:17:28: für sie war es ein ganz wichtiger Teil, großer großer Teil ihres Lebens aber gleichzeitig so diese Liebe auch zur Wien.

00:17:36: das ist unsere Verbindung und die Verbindung die auch über Generationen geht.

00:17:41: Für mich immer wieder ein bisschen erstaunlich wo so viel Leid geschehen ist in den Familien, dass man sich dann im hohen Alter noch entschließt zurückzukehren nach Wien.

00:17:54: Da muss ja eine ganz starke Wurzel sein!

00:17:58: Was ist es das diese Faszination oder vielleicht auch ein bisschen Heimweh ausgemacht hat?

00:18:05: Es ist spannend weil es gibt einige Frauen in dem Buch die ich persönlich kennenlernen durfte Aus vielen Vertrieben wurden, wie zum Beispiel Lilire Né.

00:18:19: Im Buch wird Lilire né die Heldenzeichnerin genannt weil sie nach ihrer Flucht in New York die Abenteuer einer Pilotin im Kampf gegen die Nationalsozialisten zeichnete.

00:18:30: Heute gilt sie als Pionierendes goldenen Zeitalters des Comics.

00:18:35: In den letzten Jahren erhielt Lilire Né das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, ein Jahr später kam sie als Acheinundneinzigjährige anlässlich einer Ausstellung im jüdischen Museum nach Wien.

00:18:49: Sie starb in der Jury-Museum im Alter von zwei Jahren in New York und Daniel Speer hat sie oft in ihrer Wohnung in der Madison Avenue besucht.

00:18:59: Wen war immer in ihrem Herzen und so ein wichtiger Ort.

00:19:04: Auch bei Hedela Mar, obwohl sie nur ein einziges Mal in ihrem Leben wieder in Österreich war – und sie hätte oft kommen können!

00:19:12: Und das ist schon spannend.

00:19:13: Das heißt, Wien muss schon etwas Besonderes mitgegeben haben diesen Menschen die als junge Frauen in Wien verlassen haben.

00:19:22: und es sind dann schon viele Momente für Edela Mawas unter anderem der Wienerwahl.

00:19:28: sie wollte auch dass ihre Ausschied dort verstreut wird.

00:19:31: also es sind für jeden glaube ich ganz andere Erinnerungen, Momente und ganz bestimmt natürlich auch dieses Leben mit den Eltern eben auch bei Erika Freeman, wo dann die Eltern einfach nicht mehr da sind.

00:19:47: Diese Sehnsucht nach dieser Geborgenheit mit den Eltern ist schon etwas ganz Besonderes was man dann natürlich schwer vermisst.

00:19:56: Sie arbeiten mit der Auslandskultur zusammen.

00:19:59: Was sind denn Ihre Erfahrungen?

00:20:01: Es gibt ja jetzt ein Leuchtturmprojekt Erinnerung im Dialog.

00:20:07: es gibt wieder Österreicherinnen Und es gibt Erinnerungsdialog.

00:20:13: Residenz ist.

00:20:14: Was sagen Sie dazu?

00:20:15: Großartig, vor allem dadurch dass ich meinen Mann als Abgeordneter war ja begleitend durfte bei seinem Einsatz für dieses Gesetz das es die Wiederösterreicher gibt, dass es eben für die Folgegeneration die Möglichkeit der Staatsbürgerschaft gibt Und das war ein unglaublich spannender Prozess und es ist großartig, was da gelungen ist.

00:20:35: Die Auslandskultur ist für mich ein wunderbares Instrument Österreich im Ausland bekannt zu machen auf eine ganz... wunderbare Art und Weise, nämlich durch die Kultur.

00:20:46: Und wir haben die fantastischsten Kulturforen und unglaublich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ich durfte ja selbst sehr viele Ausstellungen schon in Kulturforenen aufstellen und präsentieren, Lesungen veranstalten, Vorträge halten und es ist unglaublich mit welcher Wärme man empfangen wird und wie gerne diese Angebote angenommen

00:21:11: werden.".

00:21:12: Also ist es wirklich die beste Botschaft Österreichs.

00:21:15: Die Kultur fahren im Ausland, das ist ein unschätzbarer Wert.

00:21:19: Werden

00:21:19: Sie mit Ihrem Buch auf Lesereise gehen in einen Kulturforum?

00:21:23: Ich hoffe sehr, ich habe bis jetzt noch keine Anfrage bekommen.

00:21:26: Aber ich freue mich darauf!

00:21:53: Welt.

00:21:53: Also sozusagen eine Ausstellung, die von einem Kulturforum zum anderen geht?

00:21:58: Genau!

00:21:59: Die Heddae Lamar-Ausstellung war ja auch schon in anderer Form in New York und wird jetzt sicher auch von Prag weiterheißen.

00:22:07: Hedde

00:22:07: Lamar wird im Buch Moots als Erfinderin im Verborgenen beschrieben.

00:22:12: Hedi Lamar der Hollywood Star der neunzehnvierziger Jahre galt als schönste Frau der Welt.

00:22:18: Sie war aber auch Erfinderin und entwickelte eine Funktechnologie, die als Vorstufe zu Bluetooth bedeutsam wurde.

00:22:26: Sie ist einer der thirty-sechs jüdischen Frauen – wie Danielle Speerra und Erika Freeman.

00:22:31: in ihrem Buch das im Amaltheor Verlag erschienen ist Porträtieren unter ihnen auch Sarah, die Mutter des Anfangs Rebecca, die Erzmutter der Entscheidung und Äster, die Retterin ihres Volkes.

00:22:45: Ich möchte dazu sagen, dass das Judentum eine unglaublich facettenreiche Religion ist.

00:22:51: Also es gibt nicht den Juden oder die Jüdinnen sondern das ist ja eine unglaubliche Bandbreite von Ultra-Religios bis zu LGBTQ.

00:23:00: Da gibt's wirklich alles und der Religion spielt dem Judentun schon in der Rolle!

00:23:10: Daniel Speer bei Wissensart, dem Podcast der Wissenschaft und Kunstverein in einem Kunst im Gespräch.

00:23:16: In Zusammenarbeit mit der Auslandskultur des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

00:23:29: Sagt Elisabeth Julian Nöstlinger.

Über diesen Podcast

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

von und mit Elisabeth J. Nöstlinger

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