00:00:04: Kunstbücher sind Produkte einer Leidenschaft.
00:00:10: Sagt Heiner Garn, der gemeinsam mit seiner Frau Christina den Arzburg-Verlag seit zwanzig Jahren führt.
00:00:16: Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern wird dieses Jubiläum im Trackehaus in Salzburg mit eine Ausstellung gefeiert – und die Bedeutung des Kunstbuches mit dem Verlagsleiter Peter Assmann und Martin Hochleitner, dem Leiter des Salzburg Museum hinterfragt!
00:00:32: Die Dokumentation durch eine Publikation ist essentiell und hat, obwohl sie schon vielfach für Tod erklärt wurde, nichts an Aktualität verloren.
00:00:58: Das Kunstbuch macht was ganz Großartiges!
00:01:01: Es erweitert ja den Raum für die Kunst hinaus aus der Ausstellung, hinaus auch möglicherweise aus dem Museum in die Welt.
00:01:12: Mit dem Kunstbuch können sich Interessierte nach Hause tragen was sie sehen wollen woran sie sich erinnern wollen wenn Sie etwa in einer Ausstellung Kunst gesehen haben.
00:01:25: Die Werke des Künstlers Peter Baldinger sind Nebenwerken von Andrea Bischoff, Jakob Lena Knebel und Eschlehans Scheier-Lim Trackelhaus zur Ausstellung «Zwanzig Jahre Artbook» zu sehen.
00:01:38: Es ist eine lange Zusammenarbeit und Freundschaft, die Peter Baldinger mit Heiner Garn, der mit seiner Frau Christina Geschäftsführer des Verlages ist verbindet.
00:01:47: Das Besondere daran ist, dass Peter Baldiger auch Grafiker ist – und in dieser Eigenschaft viele Jahre im Belvedere- und im Heidi Houghten Museum gearbeitet hat also ein besonderes Auge für Drucksauten und Kunstbücher hat!
00:02:03: Wie ist nun die Zusammenarbeit des Verleger Seiner Garn mit dem Künstler Peter Baldinger?
00:02:08: Die Zusammenarbeit mit Peter Baldiger geht ja schon sehr, sehr weit zurück.
00:02:12: Bei ihm ist es relativ unkompliziert, multitalent, textlich und grafisch sehr gut.
00:02:19: von seiner Kunst bin ich überzeugt.
00:02:21: Wir kennen uns seit Jahrzehnten und ich habe früher schon die unterschiedlichsten Druckaufträge für Heiner Gern gehabt Und das muss ich natürlich auch sagen, ihn mit meiner Kunst konfrontiert.
00:02:36: Er ist ein absolut wunderbarer Sammler der sich wirklich mit Liebe für Kunst interessiert und so ist er nicht nur zu einem Auftragnehmer sondern auch zu einem Sammlerin meiner Kunst geworden.
00:02:50: So ist es dazu gekommen dass ich in der Folge auch Kunstbücher für die ich verantwortlich war mit ihm gemeinsam produziert hat, die bei ihm gedruckt wurden.
00:03:02: Aber all das ist also wesentlich unbedeutender als die Freundschaft, die sich für uns ergeben hat und in dem man nach dem Tod von Dennis Dekort der Artbook ins Leben gerufen hat diesen Kunstbuchverlag übernommen hat, ist es also praktisch ins uferlose Eskalier des gemeinsamen und das Interesse fürs Kunstbuch.
00:03:25: Und der Heiner Garn ist da wirklich eine ganz ausgezeichnete Figur, die hier mit Großzügigkeit gegenüber den Künstlern eben seine Liebe zur Kunst und zu diesen Menschen zum Ausdruck bringt.
00:03:46: Der Weiß dir welches Bild umgesetzt haben möchte in einem Buch!
00:03:51: Wenn man durch eine Ausstellung geht oder durch eine Galerie Dann ist es ja mit dem wechselnden Tageslicht so, dass die Bilder oft sehr stark verändern.
00:04:00: Welcher Zustand eines Bildes soll genau abgebildet werden?
00:04:05: Da ist dann entscheidend auch welches Papier verwendet man dafür.
00:04:10: Wie weit geht man in der Digitalisierung?
00:04:14: Dennis de Quarté hat ja jedes einzelne Pixel betrachtet und ich habe Dennis oft gesagt, du zahlt uns kein Mensch!
00:04:20: Das sieht ja auch niemand her.
00:04:22: Na, er sieht's!
00:04:23: Und so haben wir oft viel zu lange gebraucht für die Produktion von Büchern.
00:04:27: Aber er hat jetzt das sehr ernst genommen.
00:04:30: Bei der Andrea Bischoff ist es sehr ähnlich.
00:04:32: Dass sie sagt, ihr seid dort die Spezialisten und ihr habt ja sehr schöne luftige Bilder.
00:04:39: Da ist es nicht so
00:04:39: schwierig.".
00:04:40: Die Künstlerin Andrea Bishof zu ihrer Zusammenarbeit mit Heiner Garn und zur Bedeutung ihrer Artbook Kunstbücher.
00:04:48: Ja, das ist wirklich eine schöne Frage.
00:04:50: Und zwar geht es ja darum dass wir als Künstlerinnen auch eine Sichtbarkeit haben wollen und da gibt natürlich das Kunstbuch uns eine ganz andere Möglichkeit als unsere gemalten Kunstwerke
00:05:09: Welche?
00:05:10: Man hat zum Beispiel die Möglichkeit Neugierde zu wecken wenn jetzt Menschen meine Bilder noch nicht kennen und die Bücher sehen.
00:05:21: Also es ist sozusagen auch eine Verbreitung natürlich, dass viel mehr Menschen meine Bilde schon einmal in dem Buch sehen können.
00:05:29: Und wenn sie neugierig sind dann können Sie ja schauen wo man diese Bilder auch live sehen kann!
00:05:36: Wie ist die Zusammenarbeit mit Arzbuck und Heiner Garn zustande gekommen?
00:05:42: Eigentlich über den Direktor der Fürstlichen Sammlung in Lichtenstein, Stefan Koer.
00:05:50: Er hat uns damals zusammengebracht, weil er eben schon sehr viele und tolle Erfahrungen mit Artbook-Verlag gehabt hat.
00:06:00: Und wir haben dann gemeinsam das erste Buch von meiner Arbeit in diesem Verlag gemacht.
00:06:08: Es hat geheißen – Color Truths!
00:06:11: Die farbige Wahrheit oder die Farbtreut zu trotten, ist für Heiner Garn mitunter eine Herausforderung.
00:06:17: Ich
00:06:17: habe für einen Zyktiroler-Künstler, der heißt dabei einer, ein Buch gemacht, den sein Großvater hat einen Steinbruch gehabt in Lars, man kennt das vielleicht, Larser Marmauer und er hat seine Farben immer angerührt mit dem Staub von diesen weißen Marmauern Und diese Farben haben sehr gefunkelt.
00:06:34: jetzt zu Magenta Yellow und Schwarz und wir haben dann noch Küppers probiert einen sieben Farbendruck dieses Buch zum Machen für ein Tabiner.
00:06:44: Und wir sind sonst sehr, sehr nahe an die Kunst gekommen aber wir haben es nicht zu hundert Prozent geschafft.
00:06:49: man kann diese Effekte, die oft einmal eine Farbe hergeben in einem Buch schwer transportieren.
00:06:55: Man muss dann immer irgendwo dann Abstriche machen wenn Papier z.B.
00:07:00: umso glattert die Oberfläche und so einfacher der Einfallswinkel vom Licht damit auch der Ausfallswinkel umso leichter lassen sich Bilder reproduzieren.
00:07:09: Umso schwieriger wird es aber beim Lesen von einem Text auf glatten Papier, weil man diesen Winkel irgendwie ausgleichen muss, vor allen Dingen bei Kunstlicht.
00:07:18: Also man muss dann einen richtigen Winkel suchen, dass er nicht geblendet wird... lesen will.
00:07:23: Und so muss man dann immer schauen, ist es eher textlastig.
00:07:25: und früher hat sich in der Bücher so gemacht, dass der Text auf Naturpapier gedruckt wurde.
00:07:30: und dann gibt's irgendwann einen Buch, wenn schon eine Fotografie oder Bilder vorkommen, einen Teil wo dann dieser Block auf glatten Papier gedrückt würde und dann ist mit einem Text weitergegangen.
00:07:42: Macht man heute nicht mehr so sondern wir teilen das auch oder der Text soll neu beim Bild sein.
00:07:49: Von der Idee, jetzt solltet ihr mal wieder ein Buch geben.
00:07:52: Dies ist ein Künstler in unserer Antragslage immer.
00:07:54: Ein Buch allein ist zu wenig und man braucht eine Ausstellung dazu.
00:07:59: Wir wissen aber wenn eine Ausbildung abgebaut wird dann ist sie weg.
00:08:03: Man findet vielleicht noch was im Netz.
00:08:05: Aber das Buch ist ein ideales Medium um dauerhaft diese Ausstellung speichern abzurufen.
00:08:14: Macht den Hochleitner zur Beteiligung der Kunstbücher in der Museumslandschaft?
00:08:19: Also ich glaube, man hat das schon gesehen.
00:08:21: In den letzten fünfzehn Jahren, dass man immer wieder gesagt hat wir brauchen gar nicht mehr das gedruckte Buch sondern es kann eben auch eine Homepage oder eine digitale ein PDF auch gut übernehmen aber das Buch hält und der Katalog bleibt und ich glaube das wird auch in Zukunft sein
00:08:40: Wer kauft diese Kunstbühne?
00:08:42: also Es ist grundsätzlich so, dass wir als Salzburg Museum versuchen zu jeder Ausstellung eine Publikation machen und das jedenfalls im Sinne der Dokumentation der Ausstellung.
00:08:57: Aber Ausstellungskatologe sind jetzt nicht der große Render!
00:09:03: Auch in anderen Institutionen.
00:09:05: Man sieht auch, das hat sich so prozentuell verschoben, dass in Museumshops vor dreißig Jahren hat man noch viel höher und mehr Umsatz gemacht mit Katologen und Büchern als das heute der Fall ist Und die Auflagen sind jetzt in den meisten Fällen sehr überschaubar.
00:09:26: Das heißt die Dokumentation und natürlich dann für die Künstlerinnen und Künstleste ist es extrem wichtig Und viele Katologe gehen auch in den sogenannten Schriften-Tausch.
00:09:36: Das heißt, man ist Partner eines Netzwerkes und stellt dann eben gegenseitig immer die Ausstellungskataloge auch andere in Bibliotheken zur Verfügung.
00:09:46: Also das ist ein ganz wichtiger Punkt der Acquisition in der Bibliothek.
00:09:51: Was heißt das nun für den Geschäftsführer von Artbook Heiner Garn?
00:09:54: Das Wichtigste für uns ist dass das Buch der Katalog sehr authentisch ist Also dass das Buch mit dem Inhalt der künstlerischen Arbeit respektive auch dem Thema einer Ausstellung, dass es gut korrespondiert und gut zusammenpasst.
00:10:14: Das ist mir eigentlich das Wichtigste.
00:10:16: Und darum wenn Sie so eine Gesprächssituation imaginieren dann sage ich immer, dass man sie eigentlich ganz stark über den Inhalt austauscht und aus dem dann eben auch das Thema der Erscheinung aber auch dann am Schluss die Auflage gemeinsam definiert.
00:10:34: Als Direktor des Salzburg Museum werden Sie auch oft gefragt, den Vorwort zu schreiben.
00:10:41: Wovon errichtet sich dieses Vorwort?
00:10:44: inhaltlich natürlich?
00:10:46: Wie wird es an den Künstlern gerichtet sein und die Ausstellungen gerichtet sind?
00:10:51: Aber trotzdem was ist Ihr Anliegen im Buch zu erscheinen?
00:10:58: Das Interessante ist, dass Sie das so klar betonen.
00:11:01: Ein Vorwort ist etwas anderes als eine Einführung oder auch zum Geleit.
00:11:08: Wir versuchen ein Vorwort substanziell zu schreiben, das in wenigen Sätzen auch das Grund anliegen.
00:11:15: Das dann folgend beschrieben ist und gleichzeitig ist ein Vor Wort immer auch eine Kontextualisierung des Projektes und auch ein Forum dann des Dankes.
00:11:26: Das fügt sich dann sozusagen im besten Sinne dann zu einem kurzweiligen Text.
00:11:31: Herr Dr.
00:11:31: Hochleitner, jetzt haben Sie natürlich zwei weitere Fragen evoziert.
00:11:35: Was würden Sie ins Geleitschreiben?
00:11:37: Was ist Ihnen wichtig?
00:11:38: Dass hier oftmals dann natürlich noch ausführlicher die Inhaltlichkeit vorgestellt werden kann, dass auch schon eine Verwegnahme von Textinhalten passiert, stärker auch auf eine These, die eine Ausstellung zu vermitteln versucht Bezug genommen wird.
00:11:58: Peter Assmann, Museumsdirektor Emeritus Kunsthistoriker Bildender Künstler und Literat hat die verlegerische Leitung von Artburg übernommen.
00:12:08: Er weiß auch der ein Fest angeregt hat.
00:12:11: Wie will er Artburg positionieren?
00:12:13: Warum hat Peter Assman diese Aufgabe übernomen?
00:12:16: Die Freude ist einen Kunstbuch zu gestalten vor dem Hinterkant jetzt nicht einer ausschliesslichen wirtschaftlichen Funktionabilität, sondern dass man gemeinsam mit Künstlerbesönlichkeiten etwas erarbeiten kann.
00:12:34: Dass einem kreativen Anspruch genügt, dass einem künstlerisch-erkenntnungszeoretischen Anspruch genug natürlich auch kunsthistorisch funktioniert als Produkt langfristig funktioniert – ich bleibe bei dem Begriff!
00:12:50: Und trotzdem eingebunden ist in einer Verlagssituation, sodass am Ende des Tages dann doch alle glücklich sind.
00:13:09: in Auseinandersetzung treten
00:13:10: muss.
00:13:11: Grundsätzlich in jedem Falle, wobei eben hier auch wirklich eine sehr fließende Grenze zwischen einem konstantwerklichen Anspruch ist jetzt schlichtweg da Grafik und beim Buch Binden unter Materialien beobachtbar ist.
00:13:24: Mir geht es aber einen Schritt weiter denn... Diese Aspekte sind eine gewisse Selbstverständlichkeit und sind natürlich schon auch wirtschaftlich bedingt, weil wir müssen uns klar sein dass ein fester Buchumschlag einfach um einige tausend Euro mehr kostet.
00:13:39: Und wenn man dann noch Leinen verwendet.
00:13:41: Interessanterweise – und das ist ja jetzt ganz spannend beobachtbar – sind diese Prägedrucke die in meiner Rührzeit im Museumsbereich unähnlich teuer waren also jetzt sehr günstig geworden und man sieht sie überall.
00:13:54: Das ist allerdings nur ein Detail Das für mich wesentlich ist die Konzeption.
00:13:59: Das ist der Betrachtungsfluss und das ist dann auch dieser Fluss des Durchblätterns, wir müssen uns ja auch klar vor Augen halten dass es wie in meiner Jugend also ich bin total mit zwölf Jahren an einem Nachmittag durchgelesen war.
00:14:15: ein langer Nachmittags aber lineare Wahrnehmung eines Buches, die gibt es heute nicht mehr.
00:14:23: Dieser für mich seltsame Begriff des Coffee Table Books ist auf einmal aufgetaucht.
00:14:28: eher international in den diplomaten Wohnungen und so weiter war das immer wieder ein Thema.
00:14:35: also das heißt man nimmt Bücher zur Hand Öffnet sie fast beliebig und schaut ein bisschen.
00:14:41: Das heißt, auch hier muss der Einstieg ins Buch anders gestaltet sein.
00:14:46: Du musst so wie beim Video innerhalb von wenigen Sekunden sofort Interesse erwecken können.
00:14:53: Und das geht nur über klares Konzept, über eine klare Gestaltung und natürlich große Präzision im Ablauf, der sich an verschiedenen Einstichtstüren gleichsam orientiert.
00:15:05: Haben Sie Ideen, wie sie den Verlag positionieren wollen?
00:15:09: mit welchen Künstlern?
00:15:11: Gibt es da vielleicht Ideen für Schwerpunkte?
00:15:14: Wen wollen Sie einladen für einen Kunstbuch?
00:15:17: Grundsätzlich ist mir Internationalität ein großes Anliegen.
00:15:21: Der Artbookverlag hat in den vergangenen Jahren eine sehr stark österreichisch-deutsche Zuordnung gehabt.
00:15:30: Durch meine Italianità in der Biografie bin ich da natürlich viel mehr Richtung Italien unterwegs und ich hoffe, dass diesem Beispiel folgend dann eben auch andere Projekte dazukommen.
00:15:43: Grundsätzlich geht es mir aber um die Grundhaltung das Artbook sehr viel zulassen kann.
00:15:51: also das heißt Künstler unterschiedlicher Zuordnung auch unterschiedlicher finanzieller Möglichkeiten sollen zu uns kommen können und wir finden über den Anspruch eine gute Lösung.
00:16:04: Das heißt, dass die Produktionsseite durchaus intensiv vom Künstler mitgetragen wird – mit seinen Konzeptideenüberlegungen.
00:16:14: Nach meiner Erfahrung, gerade im Museumsbereich ist es ganz wichtig dass man im Teamwork agiert und das nicht nur als Schlagwort sondern dass es hier wirklich zu einer kuratorischen Auseinandersetzung kommt.
00:16:26: Also dass man über Konzepte spricht.
00:16:29: ein Künstler hat Visionen Überlegungen Manchmal so manchmal so Und er braucht um ein gutes Produkt herzustellen gegenüber Dass hier begleitend aktiv wird.
00:16:42: Aber eben auch ich vermeide den Begriff korrigierend, da wir im besten Wortsinn hier auch in einen Counterpart übernimmt und immer wieder die Position des Lesers der Leserin einnimmt.
00:16:56: Also das Unteranfangszeichen Konsumenten dieses Buches.
00:17:00: Das erscheint mir ganz wichtig.
00:17:02: Würden
00:17:02: Sie sagen es wäre wichtig dass die Bilder durch die der Künstler spricht mit Texten begleitet werden?
00:17:11: grundsätzlich immer.
00:17:12: Denn eine durch schon sehr lange Berufserfahrung hat mir immer wieder gezeigt, wie dankbar Menschen für Vermittlungsangebote sind – ob sie es jetzt sofort zugeben oder erst später.
00:17:24: Es ist einfach das Feld der Kunst vor allem dann wenn's gute Kunst ist ein durchaus Geheimnisvolles, ein durchaus nicht auf der ersten zweiten dritten Ebene sofort Beleuchtbares.
00:17:39: will Erfahrung, um hier weiterzukommen.
00:17:43: Allerdings wenn ich ihr Angebote bekomme, wenn ich Aufmerksamkeiten setzen kann und ein Umfeld aufbereiten kann, dann gebe ich – und dafür ist das Buch einfach bestens geeignet – eine Hilfestellung die den Zugang intensiviert Schönes Wort immer wieder nachhaltiger gestaltet und die vor allem eine gewisse Zeitlosigkeit an den Sicht trägt.
00:18:08: Denn wenn ich einmal eine Erfahrung habe, naja das hat mich jetzt nicht berührt oder das hat mir jetzt nicht weiter beschäftigt in Zeiten wo Aufmerksamkeit alles ist und Aufmerksamkeitsdefizite sofort ausgeschlachtet sind im Sinne von... Du bist weg.
00:18:28: Ist es ganz wichtig, dass irgendetwas hängen bleibt und das ist dann doch zu meist über einen bestimmten Gedanken, über eine bestimmte Beobachtung, über ein bestimmtes Begleit, Anknüpfungsmöglichkeit die das ganze einfach spurlebendig macht.
00:18:43: Mir geht es hier sehr stark um das individuelle Kunstwollen.
00:18:47: Ich möchte verstehen was der mir gegenüber sitzende Künstler, die Künstlerin an eigenen Kunstwollen in Sicht trägt dass über das Werk hinausgehend zum Ausdruck kommen
00:19:00: und
00:19:00: wie ich hier anknüpfen kann.
00:19:03: Wollen Sie mit dem Outbook-Verlag auch Themen vorgeben?
00:19:07: Wenn wir, ist ja keine andere Stufe der Aufmerksamkeit erreicht haben – Ja!
00:19:12: Aber wir sind jetzt sicherlich noch in einer Phase des Aufbaus, des etwas verstärkteren internationaleren Neuaufbaus Und davon gehe ich aus, eine Position zu erreichen die uns auch ermöglicht diese Schwerpunkte dann selber auch zu platzieren.
00:19:33: Dazu braucht es eine Verbesserung der Distribution und des Netzwerks.
00:19:39: Wir haben gesagt wir wollen weniger angebetet und mehr gelesen werden.
00:19:44: also das heißt Es geht schon immer darum dass man sich Zeit nimmt für Auseinandersetzung.
00:19:51: Diese Zeit darf man nicht als Luxus betrachten, nicht als etwas, was außerhalb des Erwerbslebens vielleicht irgendwann einmal in einem privaten Ekel seinen Platz findet.
00:20:02: Sondern als Teil des Lebens.
00:20:04: Was ich in jedem Fall erreichen möchte ist eine Verbesserung des
00:20:09: Netzwerks.".
00:20:10: Für Hanna Garn ist Kunst seit seinem sechzehnten Lebensjahr Teil seines Lebens?
00:20:15: Ja!
00:20:15: Ich habe mit Sechzehn tatsächlich meine erste Kunst gekauft und ... einem deutschen Künstler, der in der Nachbarschaft gewohnt hat bei unserem Land im Windviertel.
00:20:25: Und später immer wieder habe ich kleine Sachen gekauft oder Künstl unterstützt.
00:20:30: und so bin ja zum Denis Dekord gekommen, der Hollandsstammend sie bei uns in der Nähe niedergelassen hat und bei meinem Vater Brennholz gekauft.
00:20:41: dazu habe ihn dann kennengelernt und der neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch das Grafikkart tätig war.
00:20:50: und so sind wir zu den ersten Büchern gekommen, die wir dann gemeinsam gemacht haben.
00:20:56: Und mit ihnen ist dann ja auch die Idee gewachsen, das war eine Idee von Dennis Wir brauchen jetzt einen Verlag.
00:21:03: Das war im Jahr two-thausend sechs.
00:21:05: Da haben wahrscheinlich einige Bücher gemacht.
00:21:06: Die werden wir jetzt herzeigen werden Auch Bücher, die vor Artbook entstanden seien aber so gemacht worden sind wie wenn sie ein Artbook wären Und in zwei Jahren sechs war dann das erste Buch, das unter dem Label Artbook erschienen ist.
00:21:21: Ein weiterer Volander, den ich schon länger gekannt habe, ist da auf mich zugekommen der Harry Pullman.
00:21:27: Gemeinsam mit Hans Weiringen, den ja auch schon lange gekannt haben.
00:21:30: und seitdem machen wir eine Ausstellung in Schloss Matze Die Vino-Schule des Fantastischen Realismus.
00:21:36: Und zu diesem Anlass im Juni... ...ihn ist dann das erste Artbuch erschienen
00:21:43: Kunst und Buch.
00:21:47: Sie hat sich so nach und nach entwickelt, diese Liebesbeziehung.
00:21:50: Jetzt differenzieren wir ein bisschen mehr.
00:21:52: Es hat nach und dann ist die Karte leider sehr früh schon verstorben ist.
00:21:56: Karl Eigen übernahm ihn.
00:21:57: Die verlägerische Leitung ... Ich habe immer mehr ums Kaufmeister gekümmert.
00:22:01: Und jetzt macht das Peter Asmann.
00:22:03: Und Peter Asman hat dann gemeint mit solchen Unterscheiden zwischen einem Katalog, einem Magazin-Kunstbuch.
00:22:11: was ist da der Unterschied?
00:22:12: Dazu gibt es am thirteenth November Eine Diskussion mit Martin Hochleutner vom Salzburg Museum, Peter Assmann und Frau Seib von der Literaturhaus.
00:22:22: Es geht ja auch um Texte, die in diesen Büchern eine wesentliche Rolle spielen.
00:22:27: Für mich ist das alles unter dem Dach Hardbook gut vereinbar.
00:22:30: Wir haben jetzt auch eine Serie mit Kunstkarten dazugenommen, wo Künstler auf kleinen Formaten pfiffige Aussagen zum Thema Kunst machen können.
00:22:42: Es war die Rede von Wir.
00:22:44: Wer ist dieses Wir?
00:22:46: Ja, nehmt man Denis Dekort am Anfang, wo auch der Sohn vom Denis, Jonas dabei ... Der Jörg Stadler später ist dazugestoßen, der Martin Gredler, der jetzt ja auch die Zusammenstellung dieser Ausstellung im Draggehaus verantwortet.
00:23:06: Die Idee des ursprünglichen Standens von Peter Aßmann hat gesagt, er möchte den Künstler festmachen und hat da Martin Geredler gesagt.
00:23:12: Er meinte es wäre eine Möglichkeit in Draggehause im Herbst, die Leiterin Martina Berger-Klingel.
00:23:20: Ich war sofort begeistert davon und habe ein Konzept erstellt.
00:23:25: Und das werden wir jetzt mit Leben
00:23:27: füllen.".
00:23:34: Einer ganz so zwanzig Jahre Artbook bei Wissensart, dem Podcast der Wissenschaft und Kunstverein.
00:23:40: Weiters hörten sie den Künstler Peter Paldinger die Künstlerin Andrea Bischoff, Museumsdirektor Martin Hochleitner und den Künstlerschriftsteller und künstlerischen Verlieger von Artbook Peter Aßmann
00:23:53: Ars Grazia Vitae, Kunst um das Lebenswillen und nicht Kunst um der Kunstwillen.
00:23:59: Das ist durchaus ein
00:24:00: Lebensmutter.".
00:24:01: Auf bald sagt Elisabeth Julian Nöstlinger.