wissensART

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00:00:01: Kunst im Gespräch.

00:00:04: In Zusammenarbeit mit der Auslandskultursektion, im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

00:00:13: Also ich sammle Kunst.

00:00:14: seit Beginn der zweitausender Jahre vorher war ich Fahrradkurier und DJ und bin viel in der Stadt herumgekommen und habe dann auf der Straße so Eisenberger Christian-Baptadon Figur gefunden und das hat mein Interesse an der Billenkunst geweckt.

00:00:30: Vorher war ich nur so ein Dancefloor-Musik interessiert und auch DJ.

00:00:35: Und ich habe dann begonnen, zu sammeln.

00:00:38: Das war der Beginn des Ersammleidenschaften.

00:00:40: Andréa Schlichtner, Kurator und Ausstellungsmacher.

00:00:44: Und erst viel später nach der Pandemie habe ich mit den Kunstausstellungen begonnen.

00:00:49: Wie macht man das?

00:00:50: Erstens einmal muss man Künstler kennen um die auszustellen und zweitens braucht man Kontakte zur Locations

00:00:56: Ganz genau also... Das Wichtigste ist natürlich, Künstlerinnen zu kennen und wenn man das Bedürfnis hat diese auszustellen.

00:01:04: Also das muss sich auch jetzt entwickeln weil zuerst war die Sammlung und dann dachte ich mir es wäre doch schön das öffentlich zu machen.

00:01:12: Diese Sammlungen wollten sie erst eine Webseite machen und das dort präsentieren und dann gab's sich aber dann doch dass ich während der Pandemie als Solo Präsentationen über diese Webseiten machte noch über Instagram Und dann nach der Pandemie dann so richtige Ausstellungen und das macht mir wahnsinnig viel Spaß.

00:01:29: Also man sucht sich halt Worte, wo das möglich ist.

00:01:32: Am Anfang hat man nur ein geringes Budget vielleicht und sucht es sich um Space, die im Nichts kosten.

00:01:38: Wo man aber schon auch willkommen ist und ja und so arbeitet man sich irgendwie hinauf.

00:01:44: Dann gibt's diese Kunstmessen, diese Parallel-Werner-Kunstmessen.

00:01:47: Die habe ich jetzt schon viermal teilgenommen und es gab auch schon Einladungen von österreichischen Kulturforen, Ausstellungen zu organisieren.

00:01:56: Und so kommt man immer zur besseren Möglichkeiten oder größeren und schöneren Räumen im Laufe der Zeit wenn man sich halt Mühe gibt und das gut macht.

00:02:05: Herzlich willkommen bei Wissensart Stimm Podcast.

00:02:07: der Wissenschaft- und Kunstverein heißen sie Lisa Bidjule Anne Nöstlinger und Thomas Schlichtner.

00:02:14: Der Anlass für dieses Kunst im Gespräch ist eine mit AI generierte Kunstdarstellung, die bis Ende August in der AG-Achzen-Galerie in Wien zu sehen ist.

00:02:24: Zuvor wurden die Positionen im österreichischen Kulturforum in Warschau gezeigt.

00:02:30: Die Arbeiten stammen zu einem großen Teil von Künstlern und Künstlerinnen aus der digitalen Klasse – der Universität für angewandte Kunst.

00:02:39: Auch Andreas Schlichtner studiert an der Angewandten in Wien.

00:02:43: Mittlerweile ist er Kurator und Ausstellungsmacher, am Anfang seiner Leidenschaft standen Online-Ausstellungen.

00:02:51: während der Zeit der Corona-Pandemie – also in einer Zeit der Lockdowns!

00:02:56: Vor allem auf Instagram habe ich da so viele gute Reaktionen auch bekommen zu diesen Online-Ausstellungen und hab auch wahnsinnig viel Künstlerinnen kennengelernt in dieser Zeit.

00:03:08: Auch aus Österreich, also Leute die ganz in der Nähe wohnen, man durfte sie sicher nicht treffen und man konnte dann über Instagram Kontakt herstellen und dann auch in Zummitteln machen vielleicht, dann lernte ich amerikanische Künstlinnen aus New York kennen.

00:03:22: diesen zunächst online Kontakt sind dann wirkliche soziale Begegnungen geworden, die kamen dann nach Wien und ich habe sie ausgestellt auf der Kunstmesse.

00:03:31: Und das war wirklich eine tolle Erfahrung wie aus diesem... Online-Bereich dann so was richtiges werden kann.

00:03:38: Hat

00:03:38: es denn auch Kontakte zu sammeln gegeben?

00:03:40: Auf

00:03:40: der Kunstmesse, aber nur ja!

00:03:42: So wenn man jetzt seine Ausstellungen im kleinen Art Space macht, kann man eher weniger sammlen und kommen eher Künstlerinnen und Künstlern.

00:03:49: Aber ich finde das auch ganz wichtig solche Ausstellung ein und es geht auch nicht immer nur um diesen Markt Weil junge Künstler in einem Brauchen halt auch Zeit, bis sie sich durchsetzen können und dann in Fallerien kommen oder auf Kunst messen.

00:04:01: Und da brauchen Sie auch jemand der im Ausstellung organisiert und die Sichtbarkeit ist wahnsinnig wichtig.

00:04:09: Je öfters das man gesehen wird, desto besser.

00:04:11: Aber man konnte ihm auch zur besseren Ausstellung und dann sind diese Leute wieder dabei.

00:04:15: Wie

00:04:16: war die Zusammenarbeit mit den Kulturforen?

00:04:18: Mit welchen Kulturforenen haben Sie bereits zusammengearbeitet, haben Sie angefragt bei der Auslandskultur im Außenministerium in Wien oder sind Sie sofort an die Kulturforene in Ausland herangetreten?

00:04:32: Ja

00:04:32: tatsächlich war es so dass das Kulturforum in Bratislava die erste Möglichkeit war.

00:04:39: ich habe dort einmal Kontakt direkt aufgenommen.

00:04:42: Und wir haben dann mit der Frau Botschaftsräte besprochen, was jetzt interessant sein könnte und sie meinte – also das ist die Frau Sandra Dieben-Seifen – Sie meinte, dass so im Bereich Kunst und Wissenschaft momentan eben das sehr interessant sein könnten.

00:04:58: Ich habe dann sofort gesagt ja mach mal was!

00:05:00: Und ich kenne auch viele Künstlerinnen, die aus der digitalen Gasse von angewandten sind oder sich auch mit Technologie beschäftigen Mit Medienkunst und drum war es für mich relativ einfach, so was zu machen.

00:05:15: Es waren aber eher mit wenigeren Künstlerinnen diese Ausstellungen zweimal in Bratislava und jetzt einmal in Polen zur künstlichen Intelligenz.

00:05:23: In Bratislawa war das in den Räumlichkeiten des Kulturforums?

00:05:29: Ja, ganz genau.

00:05:30: Das ist im Stadtzentrum direkt neben dem Präsidenten-Balast und die haben eine wahnsinnig tolle Location also groß mit einer Bühne und daneben ist eine Passage durch einen großen Glasband getrennt und wir um die Ausstellung dann so konzipiert dass alle vorbeigehenden Menschen diese Ausstellung von draußen sehen können und haben auch extra solche Arbeiten ausgewählt oder konzipiert, die ja möglichst attraktiv auch sind.

00:05:57: Und mit Bildschirmen direkt auf die Straße oder auf diese Fußgängerpassage gerichtet damit wir da während der Öffnungszeiten also möglichst attraktiv das gestalten.

00:06:07: Welche Künstler ihnen haben daran teilgenommen?

00:06:11: Daniel Matzernick

00:06:12: z.B.,

00:06:13: der macht kinetische Skulpturen und er hat so eine Art Levitation dort schon als Erstes präsentiert, dann war Norbert Unfuch, sie passte an Bierkonanete Thésarec.

00:06:23: also die Ersteren kommen aus den digitalen Glasse von der Angewandten und haben einen riesigen Computerhaufen mit Lichterketten, mit Monitorn, mit Kristallkugeln geschaffen.

00:06:34: Und gleichzeitig gab es dann eine Performance von der Annette Thesarex, sie war so ein Oracle und man konnte diesen Oracle Fragen stellen.

00:06:43: Dann antwortete sie mit Hilfe vom KI auf die Fragen der Besuchenden und das war sehr spannend und sie musste oft korrigieren weil die Antworten von der KI da nicht richtig waren oder zumindest so nicht präsentierbar anzieht als Mensch, Maschine, Schnittstelle sozusagen agiert Und das war eine sehr interessante Arbeit.

00:07:03: Dann waren auch Margareta Klose und Peter Warnheim mit Video Screens, einer ganz fantastischen Arbeit.

00:07:11: Da haben wir gehabt von Maritz Wildburger, Lukas Lex und Anna Pelz – das war unser KI-Kaffee!

00:07:17: Und ich habe die drei entdeckt.

00:07:19: auf dem angewandte Festival, haben sie ein deepfake Video präsentiert.

00:07:24: Wo eben so bekannten Politikerinnen und Persönlichkeiten Aussagen von KI-Experten in den Mund gelegt wurde – das war ein Video von im Jahr zwanzig.

00:07:34: Damals war diese Technologie erst am Beginn.

00:07:36: Man hat schon gemerkt dass es nicht echt ist.

00:07:39: Es war irrsinnig unterhaltsam aber auch sehr ganz bedenklich wenn man so diese Aussage hört und diese Leute reden hört.

00:07:46: Und gerade bei der letzten Ausstellung im Bauschaum machten Sie ein neues Video, mit neuer Technologie von zwei Tagen nur.

00:07:54: Damals brauchten sie drei Monate dafür.

00:07:55: also es geht jetzt wirklich ganz schnell auch ohne große Vorkenntnisse, deepfakes so zu machen Und das konnte man wirklich von der Realität dann nicht mehr unterscheiden.

00:08:05: In Warschau haben wir beide Videos nebeneinander ausgestellt und es war wirklich sehr interessant auch zu sehen, die ganze Entwicklung.

00:08:13: Was war denn besonders witzig?

00:08:15: Es war so dass z.B.

00:08:17: Greta Thunberg dort aufgetreten ist oder auch Ellen Mask unter.

00:08:21: Ellen Mask sagt zum Beispiel... dass eben diese KI-Systeme den ganzen Müll des Internets sammeln und daraus ein Geschäftsmodell machen, also was der Elon Musk niemals sagen würde.

00:08:33: Dass das hat vielleicht die Hito Steierl gesagt oder eine andere KI Expertin.

00:08:37: So war das eben so absurd, dass Donald Pfarrn plötzlich oder andere Politikerinnen oder die Queen waren.

00:08:44: Und die haben auch noch speziell gekleidet mit Lederjagd und Pankfrisur.

00:08:48: Also wir sehen sie niemals aus und dann plötzlich ganz andere Aussagen tätigen als was erwarten

00:08:54: würde.".

00:08:55: Aber Sie war als Queen erkennbar?

00:08:57: Ja, das schon.

00:08:58: Aber sie hat auch so eine E-Gitarre gehabt.

00:09:00: Das hat so eine Sexbist im Saarinnert.

00:09:02: Sind auch Politiker von Österreich dabei?

00:09:05: Nein es waren eigentlich nur amerikanische Politiker dabei also die ganz berühmt sind aber österreichisch glaube ich nicht.

00:09:13: An der spazen Ecke war noch dabei.

00:09:15: In dieser Ausstellung gab es auch ein Werk mit einem angelernten Gesichtserkennungs-Software.

00:09:22: Was war das?

00:09:23: Ja, also das war eine ganz tolle Arbeit von The Meaningful Noise Collective und die Arbeit heißt Benamethron.

00:09:30: Und die Künstlerin ist auch eine Doktorantin am Isterinstitut in Gucking.

00:09:36: Sie hat auch früher bei Google gearbeitet und dort für YouTube diese Gesichtserkennungs-Software mitentwickelt.

00:09:44: Und hier hat sie eine Kamera mit einem Bildschirm verbunden, und alle Menschen die im Raum befinden werden also mit dieser Kamera gescannt erstens mal aufs Geschlecht und dann wird mit der KI eben die Penislänge der sichtbaren Personen gemessen.

00:09:59: Die Penislang ist am meisten sehr gering was dann so gut unter Haltung führt.

00:10:03: aber natürlich ist schon auch beeindruckend oder Petrolig, wenn man gefilmt wird und es wird irgendwie ausgewertet.

00:10:10: Man wird klassifiziert.

00:10:12: Man stellt sich nur vor, das wird dann abgespeichert oder so und man ist in irgendwelchen Systemen dann als Mensch mit solchen Eigenschaften eben abgespeichert.

00:10:21: Und man sieht sich selber, wenn er sich davor stellt und sieht sofort dann das Resultat uns den Schätz wert.

00:10:27: Aber es wird nicht abgespeichert.

00:10:28: Also das sind alles interne Systeme, die nicht mit der Außenwelt verbunden sind, weil das wäre natürlich dann auch ein

00:10:34: Datenschutzproblem.".

00:10:35: Die Ausstellung in Warschau war ... ... hat sich diese sehr unterschieden von jener Imbratislaber?

00:10:44: Ja schon!

00:10:45: Weil es ging jetzt wirklich nur um künstliche Intelligenz also Arbeiten, die mit KI-Tools gemacht wurden oder über das Thema oder über den Themen kreiskünstlicher Intelligenzen.

00:10:56: Wir hatten schon damals in Bratislava ein paar KI-Arbeiten und wir dachten damals, also das war im Jahr zwanzig, ja jetzt ist der beste Zeitpunkt das zu machen.

00:11:04: Und wenn man es jetzt nicht macht wird's zu spät sein.

00:11:06: aber wie man sieht ist das Thema immer aktuell um auch heuer was brandaktuell und die rasanten Entwicklungen der KI Systeme und die Möglichkeiten beobachtet, um die ganzen Problematiken mit dem Energieverbrauch.

00:11:22: Und das Karriert schon als Infrastruktur wirkt – nicht nur als Tool, das man benutzen kann!

00:11:28: Dann ist es schon sehr wichtig, eben so eine Ausstellung zu machen.

00:11:31: Es gibt auch sehr wenige Ausstellungen in diesem Bereich, was mich ja echt sehr wundert.

00:11:36: Und darum haben wir gesagt, wir machen nur KI und es waren aber auch analoge Arbeiten dabei, die sich mit KI befassen.

00:11:43: Also es war eine kritische Ausstellung.

00:11:45: Es war eine Ausstellung, bei der KI nicht nur als Werkzeug sondern als kulturelle Infrastruktur die Wahrnehmung, Autorenschaft, Narrative und soziale Realitäten prägte.

00:11:57: Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern thematisierten unter anderem Mensch und Maschine Körper-und Daten vor Eingenommenheit und algorithmische Macht sowie die Spannungen zwischen Faszination überwachung und Kontrolle.

00:12:13: Dabei ist festzuhalten, dass künstliche Intelligenz nicht nur die Art und Weise wie Kunstwerke entstehen verändert sondern sie stellt zugleich traditionelle Vorstellungen von Kreativität Urheberschaft und künstlerischem Schaffen in Frage.

00:12:30: Aber auch Wissenschafts- und Forschung sehen sich durch AI neuen Herausforderungen und Chancen gegenüber.

00:12:36: Universitätsprofessor Dr.

00:12:38: Jörg Mönche vom Ludwig-Bolzmann-Institut vor Network Medicine, Wien hat dem Kulturforum Warschau einen Vortrag über Kunst und Wissenschaft uns die Anwendung von KI im Forschungsbereich gehalten.

00:12:53: Er beschäftigt in seinem neu gegründeten Institut mehrere Künstlerinnen und Künstlern als Mitarbeiter.

00:13:01: Was immer ganz spannend ist bei seinen Vorträgen, ist wie die Technologie in der Forschung eingesetzt wird.

00:13:07: Also mit Virtual Reality und Artificial Intelligence wiedergearbeitet.

00:13:12: Und dazu braucht man auch die Erfahrung dieser Künstlerinnen aber nicht nur um Wissenschaftsergebnisse zu visualisieren sondern auch das Mindset von Künstlernen ist sehr wichtig weil er sich zum Beispiel mit der Arseelichtroniker beschäftigt hat.

00:13:25: geschaut was gab es da für Ausstellungen schon vor zwanzig Jahren?

00:13:28: oder dann bemerkt sie waren eigentlich immer schon ihrer Zeit total voraus und haben das alles schon vorher gesehen, was jetzt kommen wird.

00:13:37: Und deshalb beschäftigt er mehrere Künstlerinnen – also da sind die meisten, glaube ich aus der digitalen Gaste angewandt, weil sie auch den entsprechenden Fähigkeiten haben aber sie wirken auch im wissenschaftlichen Betrieb mit damit auch diese Betriebsblindheit der anderen ForscherInnen, also aus der Medizin oder Informatik oder so anderen Bereichen etwas durchbrochen wird und mit neuen Gedanken so versetzt wird.

00:14:01: Erinnern

00:14:01: Sie sich an eine Arbeit, die exemplarisch dafür genannt werden kann?

00:14:06: Ja also das war dieser Computerhaufen zum Beispiel, der dann auch immer so zuhört was in einem Raum gesprochen wird und das danach aufzeichnet und im Bilder übersetzt oder ausdruckt und gleichzeitig connectet.

00:14:19: diese IKI also die aber nur intern funktioniert als er nicht nach außen geht.

00:14:23: Die Besucherinnen über das Gespräch und Leute dadurch auch kennengelernt.

00:14:29: Die anderen Seite ist einfach auch interessant.

00:14:31: Nur als ästhetisches Kunstwerk habe ich die Idee, so eine Schnittstelle Maschine-Mensch zu visualisieren und das kann eben dieser Pile of Trash und Space Oracle heißt.

00:14:42: diese Arbeit.

00:14:43: Sie selbst haben ja auch einen Vortrag gehalten in Warschau?

00:14:45: Genau!

00:14:46: Mir war dann sehr wichtig weil ich auch Kunstgeschichte studiert hab mir über die Frage bewusst zu werden wie Künstlerinnen heute aus der zeitgenössischen Kunst zum Thema KI eigentlich stehen.

00:14:59: Meine Erfahrung ist, dass sehr viele in der KI generell negativ gegenüberstellen.

00:15:05: Es war auch gar nicht so einfach, Künstlerinnen zu finden und die Personerausstellung mitmachen.

00:15:10: Dank meines Netzwerks ist das dann kein Problem gewesen.

00:15:14: aber wer macht überhaupt KI-Kunste?

00:15:17: Nicht nur aus immersiven Bildern besteht sondern sich auch kritisch damit befasst.

00:15:22: und selbst wenn man jetzt die KI ablehnen würde.

00:15:26: Oder sollte man sich als Künstlerin doch mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen wie eben die Gefahr oder die Möglichkeiten der Key auseinandersetzen.

00:15:37: Und das fehlt mir eigentlich sehr.

00:15:39: und dann dachte ich mir, wie schaute die Kunstproduktion in früheren Zeit- oder Kunstepochen aus?

00:15:46: Das war eine Renaissance über die Barockzeit, die Romantik und die Moderne und auch die Postmaterne und eben heute einer zeitgenössischen Kunst.

00:15:54: Wie wird mit KI gearbeitet überhaupt als Künstlerinnen?

00:15:59: Das war dann schon sehr interessant, wie früher zum Beispiel nach Renaissancezeit eine Meisterin mit der Werkstatt gearbeitet hat.

00:16:07: Es gab einen Entwurf und diese Entwurfe wurden von namenlosen Künstlerinnen umgesetzt.

00:16:13: Wenn man jetzt an KI denkt, wird auch jemand eine Idee haben und mit einem Prompt in den KI-System eingeben müssen Und dann wird das von jemandem anderen ausgeführt.

00:16:25: Da gibt es auf alle Fälle die erste Parallele und die zweite ist romantisch, wo die Idee eine sehr große Rolle spielte also die Imagination.

00:16:35: Man sei der größte Künstler man muss eigentlich gar nicht malen können.

00:16:38: da gibt es so Zitate von Goethe und deswegen... die auch sehr unterhaltsam sind.

00:16:42: Also ich bin der größte Maler, nur in der Hand habe ich es nicht so zum Beispiel.

00:16:47: Und wenn man jetzt an KI denkt also hat man auch die Möglichkeit obwohl das sehr aufwendig ist eine gute Resultate zu bekommen dass man mit einer Idee bei Übersprache, man kann ja auch Bilder hochladen zum Beispiel.

00:16:59: Ergebnisse erzielt und dann letztendlich in der Moderne.

00:17:02: wir denken an Marcel Duchamp mit seinen Redimates.

00:17:06: also der ging einfach her und hat sich die Hände gar nicht mehr schmutzig gemacht.

00:17:10: Der ging einfach in einen Kauf aus dem Koffer, einen Flaschentrockner oder ein Urinal und hat da irgendwas ausgesucht und selektioniert und das zur Kunst erklärt.

00:17:20: natürlich im Kunstraum Und wenn ich jetzt an die KI denke, ist es auch so ähnlich.

00:17:25: Man promptet was und man kriegt Ergebnisse, man selektiert, kuratiert das, entwickelt das weiter mit der KI – und man hat dann letztendlich ein Ergebnis, mit dem man vielleicht zufrieden ist.

00:17:36: Es ist wahnsinnig viel Arbeit, gute Ergebnisse zu bekommen!

00:17:40: Und ich denke mal, die zeitgenössischen Künstlerinnen sind noch geprägt von einem Art Individualismus auch in einer neoliberalen Umgebung.

00:17:48: Also es gibt wahnsinnig viel Konkurrenz und die KI wird so als Bedrohung gesehen.

00:17:53: also die Originalität, die Authentizität über den Frage stellt – Die Urheber schafft!

00:17:59: Ich denke aber dann immer an andere Zeitgebrochen wo das nicht ganz klar war.

00:18:03: Jemand der signiert hat war dann der Urhebe und alle anderen die mitgearbeitet haben waren völlig nahmen sprich, wenn ich es aus dem Barock oder die Prostrukturalisten in den Sechzigerjahren behauptet.

00:18:14: Das hat Michel Foucault der Roland Barthes.

00:18:17: Es gibt überhaupt keinen Autor, weil wenn ich einen Text schreibe und ein Kunstwerk schaffe dann basiert das auf allen anderen Texten und Kunstwerken.

00:18:26: Dann gibt's auch den Schweizer Künstler Charles Tengeli der automatische Malmaschinen gemacht hat und diese Maschinen haben sich dann noch selber zerstört, was auch sehr interessant ist.

00:18:36: Anna Freyner hat andere Bilder übermalt oder die Sherri LeVine hat Fotografien aus Katologen fotografiert und diese eigenen Fotografie und zu eigenen Kunstwerken erklärt.

00:18:48: Ja, und die Konzeptkunst zum Beispiel, wo auch wieder nur diese Idee wichtig war.

00:18:52: Es gab sehr viel kollaborative Kunst damals in den Sechzigern überhaupt.

00:18:55: Die Sechziger waren wahnsinnig wichtig und Fluxusbewegung

00:18:59: z.B.,

00:19:01: auch die Artorienenschaft Thema aber eben dass man auch namenlos agiert und diese ganzen Editionen und Multiples haben nur diesen Fluxustempel getragen, aber nicht die Namen der ausführenden Künstlerinnen.

00:19:12: Und eben erst später dann ab den Achtzigerjahren, Neunzeigerjahren kam eben wieder diese Trendwende zur Singularität, dass man als Künstlerinnen wieder sich also als Einzelkämpfer-Kämpferin fühlt und sicher auch durch das Marktumfeld bedingt.

00:19:28: Und es ist einfach eine andere Einstellung wieder.

00:19:30: Das glaube ich ist ein Grund dafür, dass wir auch dieses Kollaborative mit der KI ablehnen, wenn es Bedrohung sieht, obwohl es ähnliche Systeme schon gegeben hat nur eben nicht mit Computersystemen.

00:19:41: Kriegen Sie los den Kunstwerk durch KI zu schaffen?

00:19:45: Ja, also ich hätte überhaupt kein Problem damit!

00:19:47: Zurzeit beschäftigt sich der Kurator und Ausstellungsmacher aber mit dem Sammeln von Kunstwerken.

00:19:53: Etwa hundert Arbeiten sind bereits in seinem Besitz, generell ist jedoch zu beobachten dass die Sammlalleidenschaft rückläufig ist.

00:20:02: Das hängt sicher auch mit diesem Trend zusammen, um Haben zu sein.

00:20:06: Also da gab es schon in den Siebziger Jahren von Ehrich Fromm dieses Buch haben oder sein und er hat eben Konsumgesellschaft kritisiert.

00:20:12: und tatsächlich wollen immer mehr Leute sich selbst wirklich auf Urlaub fahren in die Gastronomie Geld ausgeben aber weniger besitzen.

00:20:20: viele Sammlerinnen haben auch schon wahnsinnig viel Kunst und es gibt wenig junge Sammlinen was ich beobachte.

00:20:26: also Vielleicht ist das wirklich ein gültiger Trend, der sich hoffentlich nicht fortsetzt.

00:20:31: Weil das macht es natürlich wahnsinnig schwierig für junge Künstlerinnen zu überleben.

00:20:36: jetzt dürfen sie auch nicht mehr geringfügig etwas dazu verdienen gibt's ja eine neue Regelung.

00:20:42: Das macht es nämlich noch schwerer und wir wissen die KI wird sicher viele Jobs ersetzen.

00:20:48: Kaum eine Technologie ist in der Vergangenheit so rasant vorangeschritten wie die künstliche Intelligenz.

00:20:54: Diese Technologie ermöglicht es, in großen Datensätzen Muster zu erkennen und eigenständig neue Inhalte zu generieren.

00:21:03: Künstler und Technologen nutzen diese Verfahren um musikalische Kompositionen, visuelle Kunstwerke, literarische Texte oder auch interaktive Installationen zu schaffen.

00:21:15: Kritiker argumentieren, dass KI-Modelle menschliche Kreativität lediglich simuliere – weil ihre Ergebnisse vollständig deterministisch auf mathematischen Wahrscheinlichkeiten und bestehenden Trainingsdaten passieren.

00:21:31: Außerdem fehlen einem Algorithmus Welterfahrung und auch Gefühle.

00:21:36: Dennoch generieren Algorithmen erstaunlich authentische Bilder mit denen Oktionshäuser Millionen Umsätze machen!

00:21:44: Es besteht aber auch die Gefahr, dass menschliche Künstler durch automatisierte Prozesse verdrängt werden.

00:21:51: Dadurch könnte kulturelle Vielfalt und individuelle Ausdruckskraft leiden – durch einen Cyborg ersetzt werden wie er in der Ausstellung im österreichischen Kulturforum in Warschau zu sehen

00:22:03: war.".

00:22:04: Dieser Post-Digitales Seiburg ist von die Ausschenbrecher, eine ganz junge Künstlerin.

00:22:08: Die hat angefahrenden digitale Kunst und sie als Videomonitore mit Performances in einem natürlichen Setting.

00:22:17: also es gibt ganz viele natürliche Materialien rundherum aus Installation.

00:22:21: Aber sie als Person sieht sich aus einer Verbindung zwischen Natur und Technik.

00:22:27: Wenn man fragt, interessiert dich klassische Medien oder nur Natur?

00:22:32: Nein!

00:22:32: Also in der heutigen Zeit ist es einfach so diese Verbundenheit zwischen Technologie und Mensch ist schon total in den jungen Leuten drinnen und so sieht dann auch letztendlich die Kunst

00:22:43: aus.

00:22:47: André Schlichtner anläs sich einer aktuellen Ausstellung über AI in der AG-Achzehn Kunstgalerie, in der Anagasse Aachzehn im ersten Wiener Gemeindebezirk die bis Ende Ok.

00:23:01: zu sehen ist.

00:23:02: Zuvor wurden die Arbeiten im österreichischen Kulturforum Warschau gezeigt.

00:23:11: Auf bald sagt Elisabeth Julian Nöstlinger.

Über diesen Podcast

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

von und mit Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

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