Thomas Bernhard jenseits der Grantlerei
„Wenn man ganz groß ist, darf man auch einmal klein sein.“ Wer war Thomas Bernhard, der diesen Satz zu seiner Halbschwester Susanne Kuhn sagte. Zweifelsfrei war er einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller. Einer, der es sich selbst und seiner Umgebung nicht immer leicht gemacht hat. Einer der in seinen Theaterstücken die wunden Punkte der Österreicherinnen und Österreicher messerscharf beschrieben hat. Ein Schriftsteller, der in Claus Peymann, einen kongenialen Partner gefunden hat. Der Theatermacher, der von 1986 bis 1999 Direktor am Burgtheater war, hatte immer wieder Werke von Thomas Bernhard uraufgeführt. Einige wurden zu einem Skandal. Man denke an Heldenplatz. Aber auch „Ritter, Dene, Voss“, „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“ oder schon vor der Peymann Ära, „Die Jagdgesellschaft“ 1974 sorgten für Diskussionen. Die Salzburger Festspiele brachten ebenso Stücke von Thomas Bernhard erstmals auf die Bühne. Z. B. 1972 der "
Ignorant und der Wahnsinnige" und "Der Theatermacher" 1984 in der Inszenierung von Claus Peymann. Hermann Beil übernahm die Produktionsdramaturgie. Oft sah ich Thomas Bernhard mit Claus Peymann in Gmunden am Traunsse im damaligen Parkhotel sitzen wenn ich in meiner frühen Jugend in die Stadt radelte. Später durfte ich die beiden Herren kennenlernen. Es waren Interviews für die Ö 1 Sendung das Salzburger Nachtstudio. Nun schließt sich der Kreis mit dem Gespräch mit Susanne Kuhn, der Halbschwester von Thomas Bernhard. Sie hat mit ihm drei Wochen in Torremolinos verbracht und ihre Erlebnisse in einem Buch niedergeschrieben, das im Korrektur Verlag erschienen ist. In diesem Buch ist auch ein Gespräch mit dem Germanisten Manfred Mittermayer zu lesen und sind Comics von Nicolas Mahler zu betrachten.
© Elisabeth J. Nöstlinger
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Weiterführende Links:
https://thomasbernhard.at
https://wissensart.at
https://korrekturverlag.com
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